CDU fordert Konzepte zu Wohnen und Infrastruktur Atteln soll Zentrum bleiben

Atteln (WB). Neben der Lichtenauer Kernstadt sei Atteln das zweite wichtige Geschäftszentrum im Stadtgebiet. Das betont die Attelner CDU. Damit das so bleibt, möchte sie ein Handlungskonzepte zu den Themen Wohnen und Infrastruktur fortgeschrieben wissen.

Von Hanne Hagelgans
Mit einer Reihe von Geschäften ist Atteln neben der Kernstadt ein Anlaufpunkt für die Bürger. Damit der Ort im Altenautal so lebendig bleibt, fordert die CDU die Fortschreibung von Handlungskonzepten zu den Themen Wohnen und Infrastruktur.
Mit einer Reihe von Geschäften ist Atteln neben der Kernstadt ein Anlaufpunkt für die Bürger. Damit der Ort im Altenautal so lebendig bleibt, fordert die CDU die Fortschreibung von Handlungskonzepten zu den Themen Wohnen und Infrastruktur. Foto: Jörn Hannemann

Der Antrag der Ortsunion, der jetzt Thema im Stadtrat war, bezieht sich allerdings nicht nur auf Atteln, sondern auf alle Ortsteile außerhalb der Kernstadt. Obwohl es durchaus Schnittmengen mit dem Integrierten Kommunalen Handlungskonzept (IKEK) gebe, das kürzlich erarbeitet wurde, stieß der Vorschlag quer durch alle Fraktionen auf Wohlwollen. Zunächst soll sich nun der Bau- und Planungsausschuss inhaltlich damit beschäftigen.

Handlungskonzept Wohnen

Das Handlungskonzept Wohnen, erläutert die CDU Atteln, solle den Ist-Zustand beschreiben, aber auch auflisten, wo mittelfristig Leerstände entstehen könnten. Außerdem solle ausgeführt werden, was die Stadt kurz- und mittelfristig unternehmen wolle, damit die Wohnqualität gut bleibe und alte Menschen so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld leben könnten.

Die Bundes- und Landesregierung wolle offensichtlich in größeren Städten neuen Wohnraum und Sozialwohnungen schaffen und das auch mit Steuermitteln fördern. Das aber bedeute, dass dann auch die hiesige Landbevölkerung mit ihrem Steuergeldanteil die Abwanderung aus den ländlichen Gebieten fördere. »Unsere Bürger wollen auf keinen Fall mit ihren Steuern den Wegzug der Menschen und somit den Niedergang der Dörfer mit fördern«, heißt es in der Antragsbegründung der CDU Atteln.

Bund und Land gefordert

Bund und Land müssten daher auch Mittel für die Entwicklung und Erhaltung der Wohn- und Lebenssituation in den Dörfern bereitstellen. Als Beispiel nennt die CDU die Förderung von Umbaumaßnahmen alter ortsbildprägender Gebäude oder auch den Kauf und anschließenden Abriss abgängiger Immobilien in den Dörfern. So könnten auch dort Geschäfte, Arztpraxen oder Wohnungen entstehen. Sollte eine alte Hofstelle oder ein Geschäftshaus im Dorfkern zum Verkauf stehen, müsse auch die Stadtverwaltung aktiv werden, fordert die Ortunion.

Ein weiteres wichtiges Thema seien Bauplätze. Obwohl es im neuen Baugebiet in Atteln noch einige freie Plätze gebe, müsse dringend weiteres Bauland erschlossen werden. Denn nur durch eine gute Einwohnerentwicklung sei eine gute Infrastruktur mit Geschäften und anderen Einrichtungen in Atteln zu erhalten und zu stärken. Die Verwaltung müsse Bauwillige daher nur auf die Baumöglichkeiten in der Kernstadt, sondern auch auf die guten und günstigen Bauplätze im Altenautal mit dem Geschäftszentrum Atteln hinweisen.

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