Gemeinsamer Neubau für Atteln und Henglarn nimmt Gestalt an Grünes Licht für Feuerwehrhaus

Atteln/Henglarn (WB). Neuland betritt die Stadt Lichtenau mit dem Bau eines Feuerwehrhauses zwischen Atteln und Henglarn. Es wird von den Löschgruppen beider Nachbar­dörfer gemeinsam genutzt. Einige Bereiche stehen außerdem allen Feuerwehren im Stadtgebiet zur Verfügung.

Von Hanne Hagelgans

Mit 2,7 Millionen Euro gibt die Verwaltung die Kosten des Neubaus an der Finkestraße am Attelner Ortsausgang in Richtung Henglarn, westlich der Gärtnerei Mathia, an. Genau, erläutert Bauamtsmitarbeiterin Kordula Böhner, lasse sich das erst ermitteln, wenn die Detailplanung stehe und die Ergebnisse der Ausschreibungen vorlägen. Feuerwehr- und Bauausschuss haben dem jetzt vorgestellten Entwurf in dieser Woche grünes Licht gegeben.

Herzstück des Neubaus ist die Fahrzeughalle mit acht Toren

Herzstück des Neubaus ist die Fahrzeughalle mit acht Toren. In den ersten sechs Hallenplätzen sollen die Feuerwehrwagen aus Atteln und Henglarn sowie der Einsatzleitwagen aus Lichtenau untergebracht werden. Die benachbarte Waschhalle sollen nicht nur die Feuerwehrleute aus dem Altenautal, sondern auch alle anderen nutzen können, um ihre Fahrzeuge zu säubern.

Daneben ist eine Montage- und Wartungshalle vorgesehen, die bei wachsendem Bedarf später einmal ein weiteres Feuerwehrfahrzeug aufnehmen könnte. Bis dahin steht sie ebenso wie die Waschhalle allen Feuerwehren im Stadtgebiet bei Bedarf zur Verfügung.

Hinter der Fahrzeughalle befinden sich Technik- und Lagerräume für die beiden Löschgruppen und die Jugendfeuerwehr sowie eine Kleiderkammer. Ebenfalls im Gebäudeteil der Fahrzeughalle ist eine Dekontaminationsschleuse vorgesehen, in der sich die Feuerwehrleute nach einem Einsatz säubern können.

Ein Raum ist für die Arbeit der Jugendfeuerwehr vorgesehen

Neben der Fahrzeughalle schließen sich Umkleide- und Waschräume sowie Toiletten für Männer und Frauen an. Neben einem Büro und einer Küche sieht das neue Feuerwehrhaus außerdem für jede Löschgruppe einen Schulungsraum vor. Mobile Wandelemente sorgen dafür, dass aus den beiden Räumen auch ein großer gemacht werden kann. Ein weiterer Raum ist für die Arbeit der Jugendfeuerwehr vorgesehen. Im Außenbereich entstehen 40 Parkplätze. Wie es gesetzlich vorgegeben ist, entspricht diese Zahl der Anzahl von Sitzplätzen in den Fahrzeugen vor Ort.

Zunächst habe er den Bau für überdimensioniert gehalten, gestand Ulrich Löhr (SPD). Die Erläuterung der Pläne in den beiden Fachausschüssen habe seine Ansicht aber geändert. Vieles sei ja durch DIN-Regelungen bereits vorgegeben. Trotzdem gab er zu bedenken, ob es nicht möglich sei, bei Wasch- und Wartungshalle einen Hallenplatz einzusparen und so die Baukosten zu senken. Ähnlich sahen es auch weitere Mitglieder des Bauausschusses.

Andere plädierten dafür, die vorgesehene Größe beizubehalten und dafür lieber die Ausstattung so günstig wie möglich zu wählen. »Es ist gut, dass der zusätzliche Platz da ist«, meinte etwa Gerhard Bauer (SPD). Er werde vielleicht in der Zukunft einmal gebraucht. Ohnehin sei es an der Zeit, dass auch das Altenautal über zentrale Einrichtungen für die Gesamtstadt verfüge. Das sei ganz im Sinne des Lichtenauer Leitspruchs »15 Dörfer, eine Stadt«.

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