Landschaftsverband setzt Sanierung der Klosteranlage fort Drei Millionen Euro für Dalheim

Lichtenau (WB). In der Klosteranlage Dalheim werden auch in den kommenden Jahren Handwerker tätig sein. Bis zum Jahr 2020 soll die Prälatur des Klostermuseums, das westliche Hauptgebäude am Klosterhof, für drei Millionen Euro saniert werden.

Von Manfred Stienecke
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe lässt sich den Innenausbau der ehemaligen Prälatur der Klosteranlage Dalheim in den nächsten fünf Jahren insgesamt drei Millionen Euro kosten.   Das Foto zeigt den sanierungsbedürftigen Westflügel der Anlage.
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe lässt sich den Innenausbau der ehemaligen Prälatur der Klosteranlage Dalheim in den nächsten fünf Jahren insgesamt drei Millionen Euro kosten. Das Foto zeigt den sanierungsbedürftigen Westflügel der Anlage. Foto: Manfred Stienecke

Wie Museumsleiter Dr. Ingo Grabowsky erläuterte, sei hier die funktionelle Ertüchtigung der historischen Räume erforderlich. So gehe es beim  Innenausbau um Dämmung und Erneuerung der Elektro-Installation ebenso wie um eine angemessene Modernisierung. Begonnen werde mit den Arbeiten in dem Gebäude aus dem frühen 18. Jahrhundert voraussichtlich im kommenden Jahr.

Zurückgestellt hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zugunsten dieser Maßnahme die  weitere Sanierung der Klosterkirche. »Hier besteht aber kein aktueller Handlungsdruck«, versicherte Grabowsky. Er sei froh, dass der LWL-Kulturausschuss zunächst den Ausbau der Prälatur beschlossen habe. »Das ist ein Vertrauensbeweis für Dalheim.«

Investitionen an zwölf Standorten

Der  LWL will an zwölf Standorten der Region Westfalen-Lippe bis 2020 insgesamt 32 Millionen Euro in seine Kultureinrichtungen investieren. Der Kulturausschuss des Landschaftsverbands hatte in seiner jüngsten Sitzung das Volumen allerdings deutlich zurückgefahren. Das vorgesehene Investitionsprogramm hätte ursprünglich mehr als 68 Millionen Euro gekostet.
»Was wir jetzt vorschlagen, ist das Notwendigste, nicht das Wünschbare«, sagte LWL-Direktor Matthias Löb. »Die angespannte Haushaltslage zwingt uns, Prioritäten zu setzen.« Ziel sei aber, Schäden an Gebäuden und Kulturgut zu vermeiden und begonnene Projekte abzuschließen.

Unabhängig von den bevorstehenden Sanierungsmaßnahmen in Kloster Dalheim freuen sich die Kulturfreunde der Region auf den bevorstehenden »Dalheimer Sommer«. Das Konzert- und Theaterfestival dauert vom 31. Juli bis zum 23. August und steht – angelehnt an das Thema »Die sieben Todsünden« der aktuellen Sonderausstellung – unter dem Motto »Lasterhaft und tugendreich«. Sieben Konzerte, eine Rezitation und zehn Aufführungen des Schiller-Dramas »Don Karlos« stehen auf dem Programm. Erstmals wird es am Eröffnungswochenende ein Picknickkonzert (1. August, 16 Uhr) im Freien geben.

Die derzeitige Sonderausstellung zeigt bis zum 1. November mit 300 Exponaten aus 15 Jahrhunderten, was im christlichen Abendland als »Todsünde« gewertet wurde. Die Besucher können sich auf dem schmalen Grat zwischen Tugend und Laster in der Welt der Versuchungen bewegen.

www.stiftung-kloster-dalheim.lwl.org

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