30-Jähriger zieht jungen Hyunda-Fahrer nach Unfall auf der B 68 aus dem Fahrzeug Aus brennendem Auto befreit

Lichtenau/Warburg (WB). Beherzt und ohne zu zögern hat ein 30-jähriger Lichtenauer einem 24-jährigen Autofahrer aus Warburg am Montagabend vermutlich das Leben gerettet. Er holte den jungen Mann aus dessen Wagen, der nach einem Wildunfall bereits in Flammen stand.

Der Hyundai eines 24-jährigen Autofahrers aus Warburg brannte nach dem Wildunfall auf der B 68 nahe Lichtenau komplett aus.
Der Hyundai eines 24-jährigen Autofahrers aus Warburg brannte nach dem Wildunfall auf der B 68 nahe Lichtenau komplett aus.

Nach Informationen der Polizei ereignete sich der Verkehrsunfall gegen 22.30 Uhr während eines leichten Schneeschauers. Ein 30-jähriger Autofahrer fuhr auf der B 68 von Lichtenau (Kreis Paderborn) nach Kleinenberg. Auf der abschüssigen Strecke in eine Senke bemerkte der Mann eine Rotte Wildschweine, die von rechts auf die Straße lief.

In diesem Moment wurde der Lichtenauer von einem Hyundai überholt. Der 24-jährige Fahrer hatte die Wildschweine offenbar nicht bemerkt. Er kollidierte mit einer ausgewachsenen Bache. Das Tier wurde über hundert Meter auf ein Feld geschleudert und verendete. Der Hyundai geriet ins Schleudern und kam nach links von der Straße ab. Im Graben kollidierte der Wagen mit mehreren kleinen Bäumen und blieb stark beschädigt quer zur Straße am Fahrbahnrand liegen.

Auto geriet in Brand

Das Fahrzeug fing sofort Feuer. Der Fahrer des überholten Autos stoppte sofort und lief zu dem brennenden Wagen. Er öffnete die Fahrertür, löste den Sicherheitsgurt und half dem schwer Verletzten, der offenbar unter Schock stand und sich nicht rührte, aus seinem Auto. Der 30-jährige brachte den jungen Mann aus der Gefahrenzone und setzte ihn in seinen eigenen Wagen, wo später der Notarzt die Erstversorgung übernahm.

Mit einem Rettungswagen wurde der Warburger in ein Krankenhaus nach Paderborn gebracht, wo er stationär verblieb. Die Feuerwehr löschte den brennenden Hyundai. Das Auto wurde völlig zerstört. Die Bundesstraße blieb knapp zwei Stunden gesperrt und konnte erst frei gegeben werden, nachdem der Streudienst gefrorenes Löschwasser abgetaut hatte.

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