Bauarbeiten in Hövelhof starten in den Sommerferien Sennestraße wird komplett saniert

Hövelhof (WB). In drei Bauabschnitten soll in den kommenden Jahren die Sennestraße saniert werden. Begonnen wird im Sommer zwischen Bahnübergang und Schulzen­trum. Die Planungen haben der Kreis Paderborn und die Gemeinde Hövelhof in einer Bürgerversammlung vorgestellt. Anwohner beteiligten sich rege und gaben zahlreiche Hinweise.

Von Meike Oblau
Die Montage zeigt einige Punkte, die im Rahmen der Umbaumaßnahme verändert oder zumindest diskutiert werden sollen. Die Kreuzung Raiffeisen-/Staumühler Straße gilt als Unfallschwerpunkt und soll besser gegliedert werden. Die Fahrbahneinengung an der Stettiner Straße entfällt, in der Nähe wird ein Zebrastreifen aufgemalt. Der Parkplatz am Schulzentrum ist künftig nur noch für Busse befahrbar. Mit der Bahn ist man im Gespräch bezüglich des »toten« Schienenstrangs, der über die Sennestraße führt.
Die Montage zeigt einige Punkte, die im Rahmen der Umbaumaßnahme verändert oder zumindest diskutiert werden sollen. Die Kreuzung Raiffeisen-/Staumühler Straße gilt als Unfallschwerpunkt und soll besser gegliedert werden. Die Fahrbahneinengung an der Stettiner Straße entfällt, in der Nähe wird ein Zebrastreifen aufgemalt. Der Parkplatz am Schulzentrum ist künftig nur noch für Busse befahrbar. Mit der Bahn ist man im Gespräch bezüglich des »toten« Schienenstrangs, der über die Sennestraße führt. Foto: Meike Oblau

Die Baumaßnahme

Die Sennestraße soll komplett saniert werden. 2019 soll der Abschnitt vom Schulzentrum in Richtung Senne umgebaut werden, später folgt der Abschnitt zwischen Hauptkreuzung und Bahnübergang. Gerade über diesen letzten Bauabschnitt im Zen­trum müsse aber noch intensiv gesprochen werden, vor allem mit den Einzelhändlern, sagte Bürgermeister Michael Berens.

Da die Gemeinde Hövelhof dieses Jahr am Schulzentrum mit Fördermitteln eine neue Buswendeschleife baut, beginnt die Sanierung der Sennestraße mit dem dort liegenden mittleren Bauabschnitt. Der Kreis Paderborn finanziert mit rund 900.000 Euro die Sanierung der Straße und Radwege zwischen dem Bahnübergang und dem Schulzentrum, die Kommune erneuert für 553.000 Euro Regenwasser-, Trinkwasser- und Schmutzwasserkanäle. Parallel wird der Bushalteplatz an der Krollbachschule für 474.000 Euro neu gestaltet. Die 18 PKW-Parkplätze fallen weg. Die Buswendeschleife wird behindertengerecht umgebaut und so gestaltet, dass auch Gelenkbusse dort Platz haben. Zudem sollen an der Sennestraße auf Höhe des Schulzen­trums ein Zebrastreifen und ein Fahrbahnteiler entstehen.

Unfallschwerpunkt

Der unübersichtliche Kreuzungsbereich Staumühler Straße/Raiffeisenstraße direkt hinter den Bahngleisen gilt als Unfallschwerpunkt, gerade bei Unfällen mit Radfahrern und beim Abbiegen. »Hier wollen wir durch die Umbaumaßnahme den Verkehr klarer regeln, die jetzige Situation ist konfus«, sagt Michael Rüngeler vom Kreisstraßenbauamt. Anwohner schlugen vor, zu prüfen, die Raiffeisenstraße kurz vor der Kreuzung Sennestraße zur Einbahnstraße zu machen, so dass man nur noch von der Sennestraße in die Raiffeisenstraße hinein-, aber von dort nicht mehr auf die Sennestraße rausfahren könnte.

Radfahrer

Die Radwege an der Sennestraße werden künftig als Schutzstreifen angelegt, so dass sie nicht mehr früher wie mit Bordsteinen von der Straße abgegrenzt werden. »Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht. Diese Bauweise wird auch von der Polizei favorisiert. Autofahrer nehmen die Radler gut wahr und entsprechend Rücksicht«, sagt Rüngeler.

Parken

Ändern wird sich die komplette Parksituation an der Sennestraße. Wenn die Schutzstreifen für Radfahrer angelegt werden, bedeutet das, dass am Straßenrand nicht mehr geparkt werden darf (Ausnahme: zum Be- und Entladen), was bei Anwohnern für deutliches Stirnrunzeln sorgte. Sie fragten, wo ihre Gäste denn künftig ihr Auto abstellen sollten.

Auch die 18 Parkplätze am Schulzentrum fallen weg. Das sei, sagte Michael Berens, im Zuge der Planungen »die größte Kröte« gewesen, die die Gemeinde habe schlucken müssen. Stattdessen soll aber etwa 100 Meter weiter der Wanderparkplatz auf der anderen Straßenseite »aufpoliert« werden. Von Anwohnern gab es die Anregung, hier dann aber eine Einfahrt und eine Ausfahrt anzulegen, damit der Parkplatz nur in eine Richtung befahren werden könne.

Bei Abendveranstaltungen im Schulzentrum (Sennekult, Blutspende etc.) soll künftig der Schulhof zum Parken zur Verfügung stehen. Es sei auch denkbar, einen weiteren Parkplatz zwischen Hallenbad und Dreifachturnhalle zu bauen, sagte Michael Berens. Anwohner äußerten Zweifel daran, dass Eltern, die ihre Kinder »am liebsten mit dem Auto direkt ins Klassenzimmer brächten«, sich künftig allein durch Schilder davon abhalten ließen, die Buswendeschleife zu befahren. »Das ist in der Tat Stoff zum Nachdenken«, sagte Landrat Manfred Müller.

Tempo 30 oder Tempo 50?

Anwohner beklagten, auf der Sennestraße werde schon heute gerast. Sie befürchten, das könne noch zunehmen, wenn die Einengung Höhe Stettiner Straße wegfalle. Im Planungsverfahren soll Tempo 30 zumindest rund ums Schulzentrum geprüft werden. »Kann man das nicht bis zur Raiffeisenstraße oder vielleicht sogar bis zur Hauptkreuzung durchziehen? Auch im Ort selbst wäre Tempo 30 schön«, sagte ein Anwohner. »Da gibt es rechtliche Vorgaben«, sagte Landrat Müller, »und die Gemeinde müsste dazu auch was sagen.« Tat sie zumindest Donnerstagabend aber nicht.

So geht’s weiter

»Mit der Gemeinde ist abgestimmt, dass der Baustart in den Sommerferien liegen wird«, sagte Kreispressesprecherin Michaela Pitz. Die Auftragsvergabe sei vier Wochen zuvor geplant. Gemeinsam mit der bauausführenden Firma solle es im Juni eine weitere Bürgerversammlung geben. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Dann wird es auch Infos zu Sperrungen und Umleitungen während der Bauphase geben. Bei Fragen zur Planung können sich interessierte Bürger ans Hövelhofer Bauamt (Dennis Kleewald) oder ans Kreisstraßenbauamt (Michael Rüngeler) wenden.

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