Pfarrkirche und Küsterhaus werden illuminiert – Gelder aus dem Verfügungsfonds Hövelhof macht die Lichter an

Hövelhof (WB). Die Sennegemeinde erstrahlt: Dank der Investitionen der katholischen Kirchengemeinde und mit Mitteln aus dem Verfügungsfonds werden die Pfarrkirche und das Küsterhaus beleuchtet. Ein Lichtkonzept gibt es auch bereits für das Jagdschloss und die Pfarrscheune, die dieses Jahr umgebaut wird.

Von Meike Oblau
Bauamtsleiter Andreas Markgraf (rechts) und Andreas Marxcord vom Kirchenvorstand vor der illuminierten Pfarrkirche. Sie wird nicht komplett angestrahlt – die Beleuchtung betont stattdessen architektonische Besonderheiten.
Bauamtsleiter Andreas Markgraf (rechts) und Andreas Marxcord vom Kirchenvorstand vor der illuminierten Pfarrkirche. Sie wird nicht komplett angestrahlt – die Beleuchtung betont stattdessen architektonische Besonderheiten. Foto: Besim Mazhiqi

»Die Idee stammt von der Kirchengemeinde, und man ist an uns herangetreten, ob eine Beleuchtung durch den Verfügungsfonds unterstützt werden könnte«, sagt Bauamtsleiter Andreas Markgraf. Das Vergabegremium beantwortete diese Frage klar mit Ja – und seit einiger Zeit nun werden Pfarrkirche und Küsterhaus (Tourist-Info) ins »rechte Licht« getaucht. 34.223 Euro hat die Technik für beide Gebäude gekostet, 17.111 Euro stammen aus dem Verfügungsfonds, der sich aus Bundes- (31,2 Prozent), Landes- (38,8 Prozent) und kommunalen Mitteln (30 Prozent) zusammensetzt.

Beleuchtung hebt architektonische Besonderheiten hervor

»Es ging dabei nicht darum, die Gebäude einfach platt mit weißen Scheinwerfern anzustrahlen«, erläutert Andreas Markgraf das Konzept, das in verschiedenen Probebeleuchtungs-Durchläufen ausgetüftelt wurde. Speziell die Pfarrkirche wird stattdessen punktuell beleuchtet: »Das rückt die architektonischen Besonderheiten optisch in den Fokus«, erklärt der Bauamtsleiter. »So wird das Augenmerk besonders auf jene Dinge gelenkt, die man bei Tageslicht vielleicht so nicht wahrnimmt.« Dazu zählen für Markgraf das markante Dach, das alte Eingangsportal zur Allee hin und auch die Kapelle, die jetzt vom Hövelmarktplatz aus im Dunkeln viel besser zur Geltung komme. So manch alt eingesessener Hövelhofer entdeckte durch die neue Beleuchtung die Kirche nochmal ganz neu. »Ich habe mit Menschen gesprochen, denen vorher nie aufgefallen war, dass die Kirche zwei Uhren hat«, schmunzelt Markgraf. Nach der Probebeleuchtung wurde sogar exakt festgelegt, in welchem Weißton die Kirche in Szene gesetzt wird.

Am Küsterhaus gibt es einen Farbwechsler

Etwas anders verhält es sich gegenüber am Küsterhaus. Das Gebäude, in dem auch die Tourist Info untergebracht ist, kann in vielen verschiedenen Farben angestrahlt werden. »Es gibt einen Farbwechsler«, sagt Markgraf. In gemeinsamen Gesprächen mit der Kirchengemeinde sei man aber überein gekommen, das Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert im Alltag ebenfalls weiß zu beleuchten und das farbige Licht nur zu besonderen Anlässen, zum Beispiel zum Nikolausmarkt, einzusetzen.

Das Illuminierungskonzept wird künftig auch an weiteren Gebäuden im Schlossgarten fortgesetzt: Im vergangenen Dezember hat das Vergabegremium des Verfügungsfonds beschlossen, auch die geplante Beleuchtung des 2017 frisch renovierten Jagdschlosses mitzufinanzieren. Auch für die Pfarrscheune nebenan, die in diesem Jahr zur Kulturscheune umgebaut werden soll, wird eine entsprechende Beleuchtung in Auftrag gegeben. Hövelhof geht also im Sinne des Wortes ein Licht auf – eigentlich sogar gleich mehrere.

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