Anlieferung des Hövelhofer Supermarktes an der Schillerstraße soll neu konzipiert werden E-Center: Anwohner befürchten mehr Lärm

Hövelhof (WB). Die geplante Erweiterung des Elli-Marktes an der Bielefelder Straße bestimmt weiterhin die Diskussion in Hövelhof. Nachdem sich in dieser Zeitung die Fraktionsvorsitzenden und die Bürgermeister aus Delbrück und Schloß Holte-Stukenbrock geäußert hatten (Ausgabe vom 10. Januar), melden sich jetzt die Anwohner kritisch zu Wort.

Von Meike Oblau
Sind genervt vom Lieferverkehr an der Schillerstraße und befürchten, die Situation könne sich durch die Marktvergrößerung noch verschlimmern (von links): Thea Dunschen, Inge Schwentker, Karin Fockel und Josef Wördemann.
Sind genervt vom Lieferverkehr an der Schillerstraße und befürchten, die Situation könne sich durch die Marktvergrößerung noch verschlimmern (von links): Thea Dunschen, Inge Schwentker, Karin Fockel und Josef Wördemann. Foto: Besim Mazhiqi

Am kommenden Donnerstag (19 Uhr, Ratsaal) werden die Pläne im Bauausschuss vorgestellt. Einige Anwohner der Schillerstraße waren auch bereits zuvor im Rathaus vorstellig geworden und hatten Bedenken geäußert. Der Lärm nahe der Anlieferzone sei bereits jetzt unerträglich, schildern sie. Über die Schillerstraße läuft die komplette Anlieferung und die Nachbarn haben die Befürchtung, dass sich die Situation noch verschärft, wenn die Größe des Marktes wie geplant von 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche auf 3800 Quadratmeter (3500 Quadratmeter Supermarkt plus 300 Quadratmeter in Shops hinter dem Kassenbereich, zum Beispiel Backwaren, Zeitschriften/Lotto, Blumen, Handyshop) verdreifacht wird.

»Die meisten Lastwagen laden schon heute direkt an der Straße ab und nicht in der vorgesehenen Ladezone, obwohl an der Hauswand des Supermarktes Parkverbotsschilder hängen«, sagt Anwohnerin Thea Dunschen. Die Parkverbotsschilder, betont Bürgeramtsleiterin Petra Schäfers-Schlichting von der Gemeinde Hövelhof, seien auf Privatgrund aufgemalt und keine offiziellen Schilder, die die Gemeinde aufgehängt habe.

Kein LKW-Einfahrtsverbot von der Bielefelder Straße aus

Verwundert nahm die allgemeine Stellvertreterin von Bürgermeister Michael Berens aber zur Kenntnis, dass an der Einmündung Bielefelder Straße/Schillerstraße ein Verkehrsschild hängt, dass Lastwagen die Einfahrt verbietet. »Wir haben das überprüft, dieses Schild hat nicht die Gemeinde aufgehängt, sondern der Marktbetreiber und eigentlich soll es aussagen, dass Lieferanten nicht auf den Kundenparkplatz fahren sollen. Das Schild ist missverständlich und soll nach Rücksprache mit dem Marktleiter in Kürze entfernt werden. Es gibt keine Regelung, wonach LKW nicht von der Bielefelder in die Schillerstraße abbiegen dürfen«, sagt sie.

Lüning-Geschäftsführer Philipp Rieländer sagte gegenüber dem WV, man sei mit der Gemeinde übereingekommen, sich nicht mehr öffentlich zu äußern, sondern zunächst die Kommunalpolitiker im Bauausschuss zu informieren: »Es wird sich aber bei der Warenanlieferung eine für die Anwohner verbesserte Situation ergeben«, verspricht er.

Anliefersituation soll sich verbessern

Wie diese verbesserte Situation aussehen könnte, schildert Bauamtsleiter Andreas Markgraf. »Wir haben sehr frühzeitig ein Schallgutachten und ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben. Untersucht wurden die Lieferzone, der Anlieferverkehr, die Lüftungs- und Kühlanlagen sowie der Verkehr auf den Kundenparkplätzen«, sagt Markgraf. Er könne bestätigen, dass sich durch die Planungen die Situation in Anlieferverkehr verbessern solle: »Die Lieferzone wird als großräumige Ladehalle parallel zur Schillerstraße konzipiert und verlegt. Sie öffnet sich fortan nur nach Osten und damit abgewandt von den Wohnhäusern. Im Bereich der Kundenparkplätze werden teilweise drei Meter hohe Schallschutzwände gebaut.« Zudem sei die Anlieferung weiterhin nur zwischen 6 und 22 Uhr zulässig.

Auch die geplante neue Parkplatzzufahrt von der Gütersloher Straße aus ist untersucht worden. Der Gutachter sei der Meinung, dass diese Planungen trotz des stark frequentierten Kreisverkehrs umsetzbar seien, so dass zum Beispiel darauf verzichtet werden könne, an der Ausfahrt Gütersloher Straße nur das Abbiegen nach rechts zu erlauben. Die neue Ausfahrt müsse aber deutlich versetzt zur Einfahrt Dr.-Schmidt-Straße entstehen.

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