40 Jahre VHS-Zweckverband – Feierstunde in Delbrücker Stadthalle »Unaufwiegbarer Dienst vor Ort«

Delbrück (WB). Mit einem Festakt in der Delbrücker Stadthalle haben die Vertreter des Volkshochschulzweckverbandes der Kommunen Bad Wünnenberg, Büren, Delbrück, Geseke, Hövelhof und Salzkotten den 40. Geburtstag der Weiterbildungseinrichtung gefeiert. Gastgebender Bürgermeister Werner Peitz bescheinigte dabei den Gründern der VHS Mut und Weitsicht.

Von Marion Neesen
Geburtstagsfeier in der Stadthalle Delbrück mit (von links) Wolfgang Weigel (stellvertretender Landrat des Kreises Paderborn), Michael Berens (Bürgermeister Hövelhof), Dr. Remco van der Velden (Bürgermeister Geseke), Walter Neuling (Bezirksregierung), Burkhard Schwuchow (Bürgermeister Büren), Reinhold Schier (Leiter der VHS vor Ort), Werner Peitz (Bürgermeister Delbrück), Hans Wieners (Vorsitzender der Verbandsversammlung), Ulrich Berger (Bürgermeister Salzkotten), Klaus Stratmann (stellvertretender Bürgermeister Bad Wünnenberg), Referent Pit Böhle (Dezernent der Bezirksregierung Arnsberg a.D.), Jutta Schmidt (stellvertretende Vorsitzende der Verbandsversammlung) und Markus Krick (stellvertretender Leiter der VHS vor Ort).
Geburtstagsfeier in der Stadthalle Delbrück mit (von links) Wolfgang Weigel (stellvertretender Landrat des Kreises Paderborn), Michael Berens (Bürgermeister Hövelhof), Dr. Remco van der Velden (Bürgermeister Geseke), Walter Neuling (Bezirksregierung), Burkhard Schwuchow (Bürgermeister Büren), Reinhold Schier (Leiter der VHS vor Ort), Werner Peitz (Bürgermeister Delbrück), Hans Wieners (Vorsitzender der Verbandsversammlung), Ulrich Berger (Bürgermeister Salzkotten), Klaus Stratmann (stellvertretender Bürgermeister Bad Wünnenberg), Referent Pit Böhle (Dezernent der Bezirksregierung Arnsberg a.D.), Jutta Schmidt (stellvertretende Vorsitzende der Verbandsversammlung) und Markus Krick (stellvertretender Leiter der VHS vor Ort). Foto: Marion Neesen

»In den vergangenen 40 Jahren hat die VHS durch ihr erfolgreiches Wirken unsere Städte und Kommunen bereichert und für die bei uns lebenden Menschen lebens- und liebenswert mitgestaltet«, sagte Peitz in seinen Grußworten vor etwa 100 geladenen Gästen. Die VHS sei heute ein wichtiger Pfeiler und wertvoller Bestandteil der Bildungs- und Kulturlandschaft für die Verbandsstädte und -gemeinden und somit für 130.000 bildungswillige und wissenshungrige Menschen in der Region. »Darüber hinaus fungiert unsere VHS als wichtiger Integrator, denn er führt Menschen unabhängig von Ansehen, Beruf, Alter, Geschlecht, Einkommen und Religion kreisübergreifend zusammen«, so der Delbrücker Bürgermeister weiter.

Zudem übernehme die Volkshochschule verantwortlich auch gesamtgesellschaftliche Aufgaben und sei somit ein wichtiger, mitdenkender, mitplanender und beratender Partner für Politik und Verwaltung. 40 Jahre lang sei die VHS einem Versprechen treu geblieben, das laute »Wir sind für Sie da – mit Kopf, Herz und Hand«. Die VHS ermögliche den Menschen direkt vor Ort, an einem breit gefächerten Bildungsangebot teilzuhaben. Die Zusammenarbeit zwischen allen sechs Kommunen sah Peitz stets auf Augenhöhe und bezeichnete sie als vertrauensvoll harmonisch, kreativ und zielorientiert. Das Team rund um VHS-Leiter Reinhold Schier erweise auch den Menschen künftiger Generationen durch das umfangreiche Bildungsangebot einen unaufwiegbaren Dienst vor Ort.

Etwas Gutes und Ausfluss demokratischer Kultur sei es, so der stellvertretende Landrat Wolfgang Weigel, überall im Land Volkshochschulen zu haben. »Wir sind stolz darauf, dass Volkshochschulen dafür sorgen, dass Bildung zu einem demokratischen und rechtsstaatlichen Leben gehört«, so Weigel.

Dr. Bernhard Winnemöller (links/ehemaliger Delbrücker Stadtdirektor) und Friedrich Balsliemke (Verbandsvorsitzender von 1980 bis 2009) waren neben den ehemaligen VHS-Leitern Dr. Rolf Dietz und Dieter Jagiella Männer der ersten Stunde der Volksbildung. Foto: Neesen

An die Hintergründe zur Gründung des Zweckverbandes sowie dessen Entwicklung erinnerte der derzeitige Vorsitzende der Verbandsversammlung, Hans Wieners. Er verwies auf das Weiterbildungsgesetz von 1975, das die Kommunen in die Pflicht nahm. Der Paderborner Stadtrat hatte bereits im Oktober 1975 seine Bereitschaft signalisiert, für alle Kommunen des Kreises diese Aufgabe zu übernehmen. Viele Städte befürchteten jedoch eine allzu große Paderborner Dominanz.

So gründeten zunächst Bad Wünnenberg, Büren, Delbrück und Salzkotten einen eigenen Zweckverband. Motor dieser Entwicklung war der damalige Delbrücker Stadtdirektor Dr. Bernhard Winnemöller. Kernidee der Gründung des Zweckverbandes sollte die Selbstständigkeit der einzelnen Mitgliedskommunen sein. 2009 schlossen sich Hövelhof und 2011 Geseke an.

Einen abschließenden Vortrag hielt der ehemalige Dezernent der Bezirksregierung Arnsberg, Pit Böhle, unter dem Titel »Kommunale Weiterbildung: Immer wieder – immer neu«.

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