Nach dem Orkan wartet auf den Bauhof viel Arbeit – Mühlenweg gesperrt – Hövelhofer Forst betroffen Bis mindestens Mittwoch wird aufgeräumt

Hövelhof (WB). »Spur der Verwüstung« nennt die Hövelhofer Feuerwehr, was Orkan Friederike in der Sennegemeinde anrichtete. Weiterhin gesperrt sind der Hövelhofer Forst und der Mühlenweg. Schwerpunkte bei den 56 Einsätzen am Donnerstag waren auch die kleineren Waldgebiete an der Bielefelder und der Gütersloher Straße.

Von Meike Oblau
In Hövelhof blockierte am Donnerstag ein umgestürzter Baum die Bahngleise an der Salvatorstraße. Insgesamt arbeitete die Feuerwehr 56 Einsätze ab.
In Hövelhof blockierte am Donnerstag ein umgestürzter Baum die Bahngleise an der Salvatorstraße. Insgesamt arbeitete die Feuerwehr 56 Einsätze ab. Foto: Raphael Athens

Beide Ausfallstraßen mussten stundenlang gesperrt werden, der öffentliche Personennahverkehr war komplett eingestellt. Bürgermeister Michael Berens sprach auf Facebook von »Bäumen, die wie Streichhölzer umknicken«. Peter Schneider, stellvertretender Bauamtsleiter, rechnet damit, dass sein Team vom Bauhof noch mindestens bis Mittwoch damit beschäftigt sein wird, die größten Schäden zu beseitigen.

Aufräumen in der Moosheide

»Der Mühlenweg wird übers Wochenende auf jeden Fall noch gesperrt bleiben, da sind so viele Bäume umgestürzt, dass wir ihn noch nicht wieder freigeben konnten«, schilderte Schneider gegenüber dem WV. Am Freitag bemühten sich seine zwölf Mitarbeiter, im Naturschutzgebiet Moosheide aufzuräumen und weitere akute Gefahrenbereiche zu entschärfen.

Am Donnerstag habe sich in Hövelhof wieder einmal die gute Kooperation zwischen Feuerwehr und Bauhof-Team bewährt, lobte Peter Schneider. »Es gab eine gemeinsame Einsatzleitung und wir haben nach und nach alles abgearbeitet.« 52 ehrenamtliche Feuerwehrleute, zum Teil im Hauptberuf ebenfalls in der Gemeindeverwaltung beschäftigt, sowie zwölf Angestellte des Bauhofes kämpften gegen die Sturmfolgen. Unterstützung kam auch vom DRK und den Maltesern.

Mehr als 1000 Bäume umgestürzt

»Als der Feuerwehreinsatz nach 19 Uhr beendet war, haben wir die Gütersloher und die Bielefelder Straße noch mit der Kehrmaschine gereinigt, und Freitagfrüh ging’s gleich weiter«, sagte Schneider. Neben dem Entfernen umgestürzter Bäume mussten zahlreiche weitere Bäume überprüft werden. Sie hatten zwar dem Sturm getrotzt, bei vielen aber hatten sich Äste oder gleich die gesamte Baumkrone gelockert. Für den Hövelhofer Forst ist das Gemeindeforstamt Willebadessen zuständig. Klaus Wullenweber sagte, dort seien mehr als 1000 Bäume umgestürzt: »Es hat vor allem Fichten getroffen, die flächig umgestürzt sind, vereinzelt auch Kiefern. Es sind ungefähr so viele Festmeter Holz gefallen, wie wir innerhalb eines kompletten Jahres normalerweise aufforsten«, so Klaus Wullenweber. Er rät Spaziergängern dazu, den Hövelhofer Forst mindestens bis Ende Januar vorsichtshalber nicht zu betreten: »So lange werden wir brauchen, um aufzuräumen und die Wälder wieder sicher zu machen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.