Grüne besorgt über strategische Ausrichtung der Gemeinde Hövelhof »Ohne Konzept in die Zukunft«

Hövelhof (WB). SPD, FDP und Die Grünen haben in der Ratssitzung im Dezember insgesamt 13 Anträge zum Haushalt 2018 eingebracht. Diese Anträge befassten sich mit verschiedensten Themen und wurden ausnahmslos von der CDU-Mehrheit abgelehnt. Darüber beklagt sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Pressemitteilung. Die Mehrzahl der abgelehnten Anträge kam von den Grünen.

Symbolbild
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Unter anderem forderten sie ein Parkraumkonzept, um die Kosten für den Bau von überflüssigen Parkplätzen zu minimieren. Ein anderer Antrag befasste sich mit der Notwendigkeit, ein Konzept zu erstellen, das darauf ausgerichtet sein sollte, wie ein gedeihliches Zusammenleben von Flüchtlingen und alteingesessenen Hövelhofern am besten funktionieren kann. Ebenfalls beantragten sie ein integriertes Klimaschutzkonzept, um die CO2-Emissionen zu minimieren und die Wirtschaft zu fördern.

Vorwurd an CDU: »Mangelnde Weitsicht«

In einer Pressemitteilung erklärten die Grünen jetzt, sie seien besorgt, dass fehlende Konzepte dazu führen, dass die Gemeindeverwaltung nicht effektiv arbeiten kann. Der CDU werfen sie »mangelnde Weitsicht und fehlenden Gestaltungswillen« vor.

Fraktionsvorsitzender Marcus Praschan: »Es ist auch in der Ratssitzung mehr als deutlich geworden, dass die CDU nahezu vollständig nach Bauchgefühl entscheidet und vom Bürgermeister das gleiche fordert. Fachliche Konzepte hingegen verhindern, dass Gelder an der falschen Stelle ausgegeben werden.«

Umsetzung der Ideen sichert Arbeitsplätze

Jörg Schlüter ergänzt: »Klimapolitische Themen stehen überall auf der Tagesordnung, nicht aber in Hövelhof. Das von uns geforderte integrierte Klimaschutzkonzept würde Schwachstellen in der Gemeinde aufdecken.« Die Grünen setzen auch in diesem Zusammenhang auf den Sachverstand der Bevölkerung: »Man sieht den Sachverstand der Hövelhofer allein dadurch, dass es nirgendwo in NRW mehr umweltfreundliche Erdwärmepumpen pro Haushalt gibt als in unserer Heimatgemeinde«, so Praschan. »Mit den Hövelhofern gemeinsam würden noch viele weitere Ideen zum Klimaschutz entstehen.«

Schlüter ergänzt: »Die Umsetzung solcher Ideen wird häufig von den heimischen Betrieben übernommen. Das sichert also Arbeitsplätze in Hövelhof. Hinzu kommt, dass gute Maßnahmen auch vom Land mit derzeit 100 Millionen Euro unterstützt wurden. So erhält Rietberg 1,7 Millionen Euro, Bielefeld sogar 15,5 Millionen Euro. Hövelhof dagegen nichts! 2018 stellt die Landesregierung 130 Millionen Euro für den lokalen Klimaschutz bereit. Und Hövelhof wird wohl erneut leer ausgehen. Die CDU schadet mit ihrer Tatenlosigkeit der Gemeinde und ihren Bewohnern.«

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