450 Plätze für Albaner im »Balkan-Zentrum« Notunterkunft Staumühle ist Lager für Abschiebung

Hövelhof (WB/pic). Die Notunterkunft Staumühle, in der zurzeit mehr als 700 Flüchtlinge und Asylsuchende vom Malteser-Hilfsdienst (MHD) betreut werden, wird jetzt als so genanntes »Balkan-Zentrum« genutzt. Die Truppenunterkunft macht auf Anweisung der Bezirksregierung Arnsberg Platz für 450 albanische Staatsbürger.

In der Notunterkunft Staumühle sind zur Zeit mehr als 700 Flüchtlinge untergebracht.
In der Notunterkunft Staumühle sind zur Zeit mehr als 700 Flüchtlinge untergebracht. Foto: Jörn Hannemann

Damit wird die Notunterkunft Staumühle in Hövelhof auch zu einem Abschiebelager. Im Zuge des beschleunigten Asylverfahrens im Rahmen eines »Akionsplanes Westbalkan« soll die Bundesamtsaußenstelle Bielefeld binnen zwei Tage über Asylantrage albanischer Staatsbürger entscheiden. Täglich sollen 15 Albaner aus Staumühle in Bielefeld zur Anhörung zugeführt werden.

Am zweiten Tag des beschleunigten Asylverfahrens müssen albanische Flüchtlinge mit einer Abschiebungs-Entscheidung rechnen.

Landesweit sollen in Nordrhein-Westfalen 1200 Albaner in vier Unterkünften auf eine zügige Abschiebung vorbereitet werden. Mit 450 Abschiebeplätzen stellt Staumühle das größte Kontingent. Weitere Plätze sind in Bad Godesberg (300) und Willich (300). Sobald Plätze in Hövelhof-Staumühle frei werden, sollen weitere Albaner zugeführt werden. So bleiben stets 450 Plätze für albanische Asylbewerber vorbehalten.

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