Zehnte und letzte Auflage des Espelner Mofarennens: Team Joachim aus Hövelhof siegt mit großem Vorsprung Spektakuläres Finale

Espeln (WB). Aus und vorbei: Das Espelner Mofarennen ist Geschichte. Die zehnte und letzte Auflage des Spektakels auf zwei Rädern war gleichzeitig die letzte. Mit einer grandiosen Party haben sich die »Macher« am Samstag von ihren Fans verabschiedet.

Von Heinz-Peter Manuel
Der Sand spritzt, in der Kurve wird's auch schon mal richtig eng: Da bleiben Stürze, die überwiegend glimpflich verlaufen nicht aus.
Der Sand spritzt, in der Kurve wird's auch schon mal richtig eng: Da bleiben Stürze, die überwiegend glimpflich verlaufen nicht aus. Foto: Heinz-Peter Manuel

»Ich bin froh, dass zum Abschluss alles noch einmal wirklich gut geklappt hat«, zeigte sich Initiator Jörg Weikmann am Sonntag erleichtert, jetzt nicht mehr in der Verantwortung zu stehen. Zuvor hatten die zahlreichen Zuschauer wieder einmal eine bis ins kleinste durchorganisierte Veranstaltung erlebt, die sich hinter professionell geplanten Events nicht zu verstecken braucht. Und so kam bei vielen der Teams, die zum Teil an allen zehn Auflagen beteiligt waren, doch Wehmut auf. »Wir starten heute mit einer Träne im Knopfloch«, sagte zum Beispiel Dirk Kaspersmeier vom »Striker Racing Team«, das 2006 die allererste Auflage in der legendären Schlammschlacht gewonnen hat.

51 Teams kämpfen um den Sieg

Bei seinem ersten Besuch des Rennens durfte Landrat Manfred Müller das Teilnehmerfeld auf die Reise schicken: Vier Stunden lang hatten die 51 Teams Zeit, möglichst viele Runden auf dem präparierten Acker zurückzulegen. Am besten gelang das dem »Team Joachim« aus Hövelhof, das in den vergangenen Jahren immer für Spektakel gesorgt hatte, aber nie ganz vorn landen konnte.

Die Fahrer setzten sich von Beginn an an die Spitze des Feldes, hatten schnell einen ordentlichen Vorsprung. Und in diesem Jahr hielt auch das Material, so dass am Ende 154 Runden zu Buche standen – und damit immerhin elf mehr als bei den zweitplazierten, den »Glorreichen Puchisten« aus Kaunitz, die vor dem Rennen mit einem Platz unter den ersten zehn Teilnehmern zufrieden gewesen wären. Mit weiteren drei Runden Abstand (140) kam das LVM-Racing Team auf den dritten Rang.

Das einzige Damenteam im Feld, die »Las Senioritas« schafften immerhin 94 Runden und damit Rang 35. Und auch die seriennahen Mofas der Klasse zwei schlugen sich nicht schlecht: So drehte »Gorbi Race« 129 Runden, was Rang 13 im Gesamtklassement bedeutet.

Auf den Spaß kommt's an

Überhaupt war wieder deutlich zu sehen, dass zwar alle Teilnehmer ehrgeizig ins Rennen gingen, aber doch mit recht unterschiedlichem Aufwand. »Unsere Vorbereitung hat uns in diesem Jahr veilleicht 100 Euro gekostet«, erzählt zum Beispiel Teamchef und Schrauber Freddie Straub von der Steinhorster Mannschaft »The Wanderers«, als er in der Boxengasse die Kupplung wechseln muss. »Wir wollen vor allem viel Spaß haben, die Renn-Atmosphäre genießen und abends eine schöne Party feiern«, pflichten ihm die Teamkollegen bei. Letztlich legten die vier Fahrer, deren Team von Beginn an dabei war, 80 Runden zurück: Platz 44 und ein tolles Finale erlebt.

In der Box nebenan, beim Team Gala-Bau Dickhut, macht ebenfalls die Kupplung Sorgen. »Das Teil ist teurer als das ganze Mofa«, knurrt der Schrauber beim Wechsel. 104 Runden und Platz 28 lautet letztlich das Endergebnis.

Auch Spaß muss sein: Als sich das Rennen dem Ende entgegen neigt, wechselt der Fahrer des Teams »Schumi's« sein Outfit: Zur Freude des Publikums legt er die letzten Kilometer im Bananenkostüm zuürck.

Das Publikum bekommt viel geboten

Motorengeheul, enge Zweikämpfe, spektakuläre Kurvenfahrten mit aufspritzendem Sand: All das gehört zu einem Mofarennen dazu. Auch Stürze. Die allermeisten gingen wieder glimpflich ab. Zweimal allerdings musste der Arzt aktiv werden. Auf der Piste rutschte ein Fahrer von der Pedale ab, sein Mofa erfasste das Bein: Ein Beinbruch war unvermeidlich. Das Rennen wurde für einige Minuten unterbrochen und anschließend hinter dem Safety-Car wieder gestartet. Eine weitere Beinverletzung zog sich ein Fahrer nach einem Tankstopp zu. »Schlimm genug«, sagt Initiator Jörg Weikmann, »aber gottlob nicht dramatisch.«

Vier bekannte DJs sorgten am Abend dafür, dass die Besucher eine rauschende Party zum Abschluss feiern konnten. Rund 2000 überwiegend junge Leute rockten im großen Festzelt. Ein tolles Finale.

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