Prinz Martin Göke ist Computerfachmann – »Sunshine Girls« entführen Besucher nach Indien Steinhorsts Oberjeck ist voll auf Frohsinn programmiert

Steinhorst (WB/mobl). Er wohnt an der Königstraße, ist aber nicht König, sondern Prinz: Martin Göke (50) regiert seit Samstagabend das Narrenvolk in Steinhorst. Der gelernte Programmierer und Inhaber der Firma Göke Fertigungstechnik wurde im Steinhorster Krug gekürt. Auch seine Familie ist im wahrsten Sinne des Wortes närrisch: Neben Tochter Svea gehören dazu ihre Schwester Emily, die in der Jugendgarde tanzt, und die »Prinzgemahlin« Karin, die diese Garde jahrelang leitete.

Eingerahmt von Tänzerinnen der Prinzengarde feiert Martin Göke auf der Bühne im Steinhorster Krug.
Eingerahmt von Tänzerinnen der Prinzengarde feiert Martin Göke auf der Bühne im Steinhorster Krug. Foto: Meike Oblau

Bevor Martin Göke zum Nachfolger von Prinzessin Margret Kloke ernannt wurde, hatte sich die Besucherschar im Saal schon ordentlich warmgefeiert und -geschunkelt. Die Prinzengarde, die »Sunny Girls« und die Jugendgarde heizten vor der Pause die Stimmung ebenso an wie »Postbote« Uli Gockel aus Bentfeld in der Bütt. Für gutes Lachmuskeltraining sorgte nach der Proklamation auch Bauer Schulte-Brömmelkamp mit seinem Wortbeitrag. Dabei ist er gar kein Karnevalist, bekannte der Münsterländer: »Wir feiern bei uns im Dorf nur Schützenfest. Das ist auch von der Jahreszeit her humaner – wenn du da betrunken im Graben landest, frierst du nicht so schnell...«

Schützen, das war auch das passende Stichwort für den folgenden Auftritt. Der Thron um das amtierende Königspaar Johannes und Claudia Hermelingmeier steuerte, wie das in Steinhorst gute Tradition ist, ebenfalls einen Programmpunkt zum närrischen Treiben bei. Mit großem Aufwand hatten sich das Königspaar und sein Gefolge dem Thema »Mini-Playback-Show« gewidmet, jene Fernsehsendung, die einst von Marijke Amado präsentiert wurde. Dazu hatten die Schützen eigens kleine Videoclips produziert und traten in der Sitzung zur hellen Freude des Publikums mit verschiedenen Songs auf. Den Siegerpokal durfte natürlich das Königspaar mit nach Hause nehmen, das den Titel »Dorfkind« der »Dorfrocker« präsentiert hatte. Warum Marijke Amado, bekanntlich Holländerin, so seltsames Deutsch spricht, dafür hatte man in Steinhorst übrigens so seine ganz eigene Erklärung: »Die kommt halt aus Espeln....«

Wie immer sehenswert war der Showtanz der »Sunny Girls«, die das Publikum diesmal nach Indien entführten. Krönender Abschluss der Steinhorster Sitzung ist in jedem Jahr der heiß ersehnte Auftritt des Männerballetts »Don Pontis«, das auch in diesem Jahr den Saal zum Finale zum Kochen brachte mit einer im wahrsten Sinne des Wortes »märchenhaften« Darbietung samt sprechendem Spiegel und einem langnasigen Pinocchio.

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