Stadt Delbrück investiert 1,12 Millionen Euro Grundschule wächst rasant

Delbrück (WB/spi). Die Johannes-Grundschule in Delbrück-Mitte platzt aus allen Nähten. Um die jetzt schon bestehenden Engpässe lösen zu können und zudem für die kommende Sechszügigkeit vom Schuljahr 2021/22 an gewappnet zu sein, soll ein Anbau errichtet werden. Kosten: 1,12 Millionen Euro.

Blick auf die nördliche Gebäudekante der Johannesschule. Hier soll der Anbau errichtet werden . Fertigstellung: voraussichtlich im August 2019.
Blick auf die nördliche Gebäudekante der Johannesschule. Hier soll der Anbau errichtet werden . Fertigstellung: voraussichtlich im August 2019. Foto: Jürgen Spies

Der Bauausschuss empfahl in seiner jüngsten Sitzung dem Rat, den von der Verwaltung vorgestellten Plänen zuzustimmen. Mittel für die Investition sind bereits im Haushaltsplan vorgesehen. »Ziel ist es, den Anbaukomplex im August kommenden Jahres bezugsreif zu haben«, erläuterte Heinz Drüke, Leiter des Fachbereiches Bauen und Planen.

Manuel Tegethoff, Leiter des Fachbereiches Bildung/Kultur/Sport, sagte, die Überprüfung der Raumsituation und die Abstimmung mit der Schulleitung habe ergeben, dass das Schulgebäude um vier Klassenräume und zwei Nebenräume erweitert werden muss. Tegethoff begründete dies durch die derzeitige Dreizügigkeit, die durch die Geburtenzahl belegte Prognose der bald stark wachsenden Schülerzahl, durch die aktuell zwei internationalen Klassen und durch den hohen Zulauf an der OGS/Offene Ganztagsschule. Weiter erläuterte Teget­hoff, dass am 1. Oktober vergangenen Jahres ein Schulsozialarbeiter seine Arbeit an der Johannesschule aufgenommen hat, aber momentan über kein eigenes Büro verfügt, »was keine optimale Lösung darstellt.« Außerdem müsse ein Raum für die Reinigungsfirma geschaffen werden.

Heinz Drüke sagte, die Untersuchung verschiedener Varianten habe ergeben, dass ein zweigeschossiger Anbau am nördlichen Ende des L-förmigen Schulgebäudes die beste Lösung sei. Die entstehenden Klassenräume sollen eine räumliche Nähe zur OGS und zur Betreuung bekommen. Über einen eigenen Zugang von den Außenspielflächen her können die neuen Räumlichkeiten auch außerhalb der Schulzeit erreicht werden. »Das hat unter anderem den Vorteil, dass nicht erst durch das gesamte Schulgebäude gelaufen werden muss«, sagte Teget­hoff.

Die Räume im Erdgeschoss des künftigen Anbaues liegen direkt an einem kleinen Stichflur des bestehenden Gebäudes, die Räume im Obergeschoss können über das vorhandene Fluchttreppenhaus erreicht werden. Zur Sicherstellung des vorgeschriebenen zweiten baulichen Rettungsweges wird der Anbau einer Außentreppe erforderlich.

Nach Angaben des Bauamtes ist der Neubauteil so angelegt, dass bei Erfordernis zu einem späteren Zeitpunkt eine zusätzliche Erweiterung der Johannes-Grundschule problemlos ermöglicht wird.

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