Demag-Neujahrsempfang in der Stadthalle Delbrück mischt vorn mit

Delbrück (WB/spi). Das Wir-Gefühl im Delbrücker Land ist nach Ansicht von Meinolf Päsch die »Energiequelle für die enorm vielen Aktivitäten, Feste und Investitionen hier bei uns.« Der Vorsitzende der Delbrücker Marketinggemeinschaft bedauert, dass dennoch »manchmal und überwiegend aus populistischen Gründen alles in Frage gestellt wird.«

Gut gelaunt beim Neujahrsempfang in Delbrück (von links): Bürgermeister Werner Peitz, stellvertretender Landrat Vinzenz Heggen, SCP-Geschäftsführer Sport Markus Krösche sowie Demag-Vorsitzender Meinolf Päsch.
Gut gelaunt beim Neujahrsempfang in Delbrück (von links): Bürgermeister Werner Peitz, stellvertretender Landrat Vinzenz Heggen, SCP-Geschäftsführer Sport Markus Krösche sowie Demag-Vorsitzender Meinolf Päsch. Foto: Jürgen Spies

Beim Neujahrsempfang der Demag am Mittwochabend im kleinen Saal der Stadthalle sagte Päsch, sicherlich könnte einiges in Delbrück »noch besser oder anders« gemacht werden, aber: »Ich behaupte, dass zwei Drittel insgesamt gesehen gut sind. Am Rest arbeiten wir gemeinsam an Verbesserungen.«

Der laufende Umbau der Innenstadt beispielsweise werde von Bürgern, Gästen und Kunden überwiegend gut angenommen. »Dies äußert sich bei uns Delbrückern wie folgt: ›Geht so‹, oder ›gar nicht so schlecht‹. Ich finde – da wir nicht im Rheinland, sondern in Westfalen sind – ist dies als Kompliment zu sehen.«

Delbrück kann im OWL-Vergleich punkten

Dass sich Delbrück als zweitgrößte Stadt im Hochstift in einem OWL-Vergleich nicht zu verstecken braucht, machte Päsch an zwei Beispielen deutlich: »Insgesamt besuchten uns im vergangenen Jahr fast 400.000 Menschen an unseren verkaufsoffenen Sonntagen zu den verschiedenen Festen einschließlich Katharinenmarkt. Und beim jüngsten Weihnachtsgewinnspiel wurden fast 130.000 Glückstaler in rund 60 teilnehmenden Geschäften an Kunden in der Adventszeit ausgegeben. Die Glückstaler repräsentieren einen Umsatz von rund 3,2 Millionen Euro.«

Weil der Grundsatz ›wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein‹ zutreffend sei, »haben sich in den vergangenen Monaten die Stadt Delbrück, der Stadthallenbauverein und die Demag zusammengesetzt mit dem Ziel, die Debus GmbH und die Demag unter ein Dach zu stellen. Unter der bereits bestehenden Delbrücker Betriebsführungs- und Stadthallengesellschaft (Debus) sollen die Bereiche Fremdenverkehrsförderung, Tourismus, Stadthallenmanegement, Demag und Kulturaktivitäten gebündelt werden«, berichtete Päsch. Delbrück brauche ein professionelles Stadtmarketing, um im Wettbewerb mit Nachbarstädten bestehen zu können und die gebündelten Kräfte für viele Synergieeffekte nutzen zu können.

Zum Gastvortrag beim Neujahrsempfang hatte die Demag diesmal Markus Krösche (Geschäftsführer Sport, SC Paderborn 07) eingeladen. Krösche spielte für den SCP 192 Mal in der 2. Bundesliga und 162 Mal in den 3. Liga und kehrte nach einem Abstecher zu Bayer Leverkusen im vergangenen Jahr zum SCP in neuer Funktion zurück. Thema seines Vortrages in der Stadthalle: »Der SC Paderborn 07 – gut für den Fußball, gut für die Region!« Krösche sagte: »SCP, gut für den Fußball... – momentan schon«, womit der Referent einerseits auf die Erfolge in der laufenden Saison in der 3. Liga hinwies, gleichzeitig aber auch die beiden beinahe katastrophal zu bezeichnenden Jahre nach dem Abstieg aus der 1. Liga hinwies. Krösche sprach dies noch einmal an, um deutlich zu machen, weshalb es in der aktuellen Saison anders und besser läuft. Um erfolgreich zu sein, bedürfe es – nicht nur im Sport – geeigneter Ideen, die gesteckten Ziele umzusetzen und zu erreichen. Dies funktioniere derzeit beim SCP gut.

Ein erfolgreicher SCP sorgt für bundesweite mediale Präsenz der Region

Das Stichwort ›SC Paderborn – gut für die Region‹ machte Krösche unter anderem daran fest, dass ein erfolgreicher SCP der ganzen Region bundesweite mediale Präsenz verschaffe, dass Menschen, die sich für Fußball interessieren, sich noch mehr mit der Stadt, mit der Region, identifizieren, dass Sponsoring leichter falle. Der SCP arbeite zudem daran, den eigenen Nachwuchs nicht nur zu fördern und auszubilden, sondern ihm auch Werte zu vermitteln und ihm dabei behilflich zu sein, eine berufliche Perspektive zu bekommen – für den Fall, dass es mit dem Profifußball nichts wird.

Bürgermeister Werner Peitz dankte in seinem Grußwort dem Team der Demag für das Engagement das ganze Jahr hindurch.

In einem Ausblick auf 2018 stellte Peitz verschiedene größere Projekte, die die weiter wachsende Stadt Delbrück vor der Brust habe, stichwortartig vor. »Baulärm ist die Melodie des Wachstums«, fasste Peitz zusammen.

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