Boker Weltrekorde sind jetzt offiziell anerkannt – Urkunden überreicht Im Guinnessbuch verewigt

Delbrück-Boke (WB). Gleich vier Weltrekordversuche von neun Boker Vereinen haben beim »Festival der Rekorde« im Mai in das Lippedorf gezogen. Neben der größten Schubkarrenparade versammelte sich die größte als Sonnenblumen verkleidete Gruppe der Welt. Und auch die größte einsatzfähige Schubkarre der Welt entstand bei dem in der Region einzigartigen Weltrekordversuch.

Von Axel Langer
Cordula Figgemeier und Paul Bentler vom Vorstand des Heimatvereins, Ian Cookson und Markus Brenken ((von links) ) von der Boker Karnevalsgesellschaft und Michael Wilper vom Heimatverein.
Cordula Figgemeier und Paul Bentler vom Vorstand des Heimatvereins, Ian Cookson und Markus Brenken ((von links) ) von der Boker Karnevalsgesellschaft und Michael Wilper vom Heimatverein. Foto: Axel Langer

Einzig die längste Badmintonstafette schlug fehl. Nach genauester Prüfung der Unterlagen hat die Redaktion des Guinness-Buch-Verlages in London die drei Weltrekorde inzwischen bestätigt.

»Wir haben drei Rekorde im Sack!«, verkündete Oberst Heinz Hennemeier überschwenglich bei der Abschlussveranstaltung im Boker Pfarrheim. Die St.-Landolinus Schützenbruderschaft hatte die Federführung für die Rekordjagd übernommen. Mit Georg Austerschmidt und Hans-Georg Hunstig wachten zwei Notare über das Reglement und zählten die Teilnehmer. Wochenlang hatte Caroline Horstschäfer die Weltrekordversuche in Bild und Film dokumentiert und die Unterlagen nach London geschickt.#

504 Teilnehmer rollten damals durch das Lippedorf

Nun gab es die lang ersehnte Nachricht: Die Weltrekorde sind anerkannt und damit offiziell bestätigt. 504 Teilnehmer rollten mit ihrer Schubkarre bei der längsten Parade durch das Lippedorf. 748 als Sonnenblumen kostümierte Teilnehmer zählt die größte verkleidete Gruppe der Welt, und mit einem Raddurchmesser von 2,81 Metern und 11,28 Metern Länge sowie einem Gewicht von 2,9 Tonnen übertraf auch die größte Schubkarre den alten Weltrekord locker. Als Lohn für die 14 Monate währende Planungsarbeit und die Veranstaltung im Mai winkt nun der dreifache Eintrag ins »Guinnessbuch der Rekorde«.

Caroline Horstschäfer überreichte nun die offiziellen Urkunden an die Vereine, die sich als Pate um die jeweilige Bestmarke gekümmert haben. »Das waren bewegende Momente«, war ihr die Begeisterung für das gelungene Festival auch jetzt noch anzuhören. Paul Bentler, Vorsitzender des Heimatvereins, nahm die Urkunde für die längste Schubkarrenparade entgegen, Karnevalsprinz Markus Brenken und der Geschäftsführer der Karnevalsgesellschaft, Ian Cookson, die Urkunde für die Sonnenblumengruppe sowie Michael Wilper vom Heimatverein für die größte Schubkarre. »Wir sagen einfach nur ›Danke‹ für die vielen beteiligten Menschen und allen, die hinter den Kulissen angefasst haben«, brachte es Bentler auf den Punkt.

20 Prozent des Gesamterlöses des Festivals gehen an caritative Einrichtungen. Je 1005,68 Euro bekommen die »Aktion Lichtblicke«, die in Not geratene Kinder unterstützt, sowie der Verein »Berufsbildung Tansania«, der im eigenen Zentrum in Tansania/Afrika junge Menschen ausbildet.

Heinz Hennemeier dankte mit Präsentkörben drei fleißigen Helfern, ohne die die Realisierung der Weltrekorde nicht möglich gewesen wäre. Caroline Horstschäfer sowie die beiden Notare Georg Austerschmidt und Hans-Georg Hunstig hatten großen Anteil am Zustandekommen der Rekorde.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.