Ilona Mura probiert die tollsten Backrezepte und präsentiert die Ergebnisse in ihrem Blog Das Schlaraffenland liegt in Boke

Delbrück (WB). Im Wohnzimmer hängen die Zauberstäbe von Harry Potter, Hermine Granger und Ron Weasley an der Wand. Nebenan in der Küche aber »zaubert« nur eine: Ilona Mura. Die Bokerin backt leidenschaftlich gerne. Seit anderthalb Jahren berichtet sie darüber auf einer eigenen Website – dem »Süßblog« .

Von Meike Oblau (Text) und Besim Mazhiqi (Fotos)
Küchenfee Ilona Mura in ihrer »Hexenküche« in Boke: Bei ihren Backexperimenten kommen meistens Leckereien heraus, die im Freundes- und Familienkreis reißenden Absatz finden.
Küchenfee Ilona Mura in ihrer »Hexenküche« in Boke: Bei ihren Backexperimenten kommen meistens Leckereien heraus, die im Freundes- und Familienkreis reißenden Absatz finden.

Beigebracht hat sie sich alles selbst. »Ich suche oft im Internet nach Rezepten, die ich nachbacken möchte«, erzählt die junge Mutter. »Die Grundzutaten habe ich immer im Haus, und wann immer ich Zeit und Lust habe, wird gebacken.« Kreative und oftmals auch bunte Leckereien kommen dabei heraus – Buntstiftkekse, »Cakepops« (kleine Kuchenkugeln an Lolli-Stielen) in den verschiedensten Designs oder ein farbenfroher »Halloween-Guglhupf« entstehen hier ebenso wie Pralinen oder Käsekuchen. Derzeit wird natürlich vor allem weihnachtlich gebacken, dann stehen Pfeffernüsse oder Baumkuchen auf dem Plan.

Spontane Idee

»Backen, kochen, naschen, freuen« lautet der Untertitel von Ilona Muras Blog. Für das Backen und Kochen ist sie zuständig, für das Naschen eher andere: »Ich esse gar nicht so gerne Schokolade und Süßes«, gesteht sie zur Überraschung aller. Aber das Freuen, das übernimmt sie dann gerne wieder mit, wenn sie sieht, wie Freunden, Nachbarn und Bekannten ihre Leckereien schmecken.

»Der Blog war eigentlich eine spontane Idee«, erinnert sie sich an die Anfänge. Zuerst habe sie eine andere, private Internetseite betrieben. »Als sich auf dieser Seite dann immer mehr Rezepte sammelten, weil das Backen nun mal meine große Leidenschaft ist, habe ich beschlossen, daraus einen Blog zu machen.« Das Design der Seite hat sie dreimal geändert, jetzt präsentiert sie den Blog so, wie sie sich das vorgestellt hat. Mindestens einen Eintrag pro Woche hat sie sich vorgenommen, und natürlich zeigt sie auch Fotos der Köstlichkeiten, die sie in ihrer »Hexenküche« kreiert. Dabei spielt der Grundsatz »Das Auge isst mit« stets eine Rolle. 50 bis 100 Besucher hat ihr Blog jeden Tag, vornehmlich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Aber auch Besucher aus Brasilien, der Türkei oder Amerika konnte sie online bereits begrüßen.

Hello-Kitty-Torte braucht vier Tage

Ab und an wagt sie sich auch an Motivtorten. Vier Tage hat sie zum Beispiel an einer Hello-Kitty-Torte für ein kleines Mädchen aus der Verwandtschaft gearbeitet. Das Modellieren von Figuren hat Ilona Mura in einem Fondant-Grundkursus der Firma Städter gelernt.

»Natürlich geht auch mal was schief«, ist Ilona Mura keineswegs die perfekte Hausfrau. »Eine Torte, die ich aus einem Backheft nachbacken wollte, gelang mir nicht – ich hatte mich nicht exakt ans Rezept gehalten und war darüber hinaus in Eile.« Zu Schulzeiten hatte sie sogar überlegt, den Beruf der Konditorin zu erlernen. Es war eine Vernunftsentscheidung, dass es anders kam: »Die Bezahlung in der Gastronomie ist bekanntlich ebenso schlecht wie die Arbeitszeit«, sagt sie. Und so bleibt das »Zaubern« in der Küche für Ilona Mura eben das wahrscheinlich süßeste Hobby der Welt.

www.suessblog.de

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