Mit Matthias Seipel verlässt weitere Führungskraft Bürener Verwaltung Personalkarussell dreht sich

Büren (WB). Matthias Seipel, Abteilungsleiter Infrastruktur und Immobilien, verlässt die Stadtverwaltung Büren. Er wechselt in eine Führungsposition nach Warstein.

Von Hanne Hagelgans

Treffen wird der gebürtige Haarener dort sicherlich seinen früheren und nun auch wieder künftigen Kollegen Stefan Redder, der 2011 aus Warstein als Kämmerer nach Büren gewechselt war und 2015 nach vier Jahren wieder dorthin zurückkehrte. Nun wird also mit Matthias Seipel ein weiterer Ex-Bürener die Amtsleiterriege im Warsteiner Rathaus ergänzen. Die Aufgaben im Bereich Infrastruktur in Büren würden zurzeit kommissarisch betreut und die Stelle zeitnah ausgeschrieben, teilt die Stadtverwaltung mit.

Seit dem Amtsantritt von Bürgermeister Burkhard Schwuchow im Jahr 2009 hat es bereits einige Veränderungen in den Führungspositionen gegeben. Den Anfang machte Peter Pollmann, der im Jahr 2012 für viele Beobachter überraschend seine Position als Bauamtsleiter räumte. Über die Gründe für die Trennung ließ damals keine der beiden Seiten etwas verlauten.

Im folgenden Jahr verließ ein weiterer Amtsleiter nach einer Kündigung die Stadtverwaltung. Ihm wurden finanzielle Unregelmäßigkeiten zur Last gelegt. Ein arbeitsrechtlicher Prozess schloss sich an.

Mit Kämmerer Stefan Redder aus Warstein und dem aus Sachsen-Anhalt stammenden Wirtschaftsförderer Jan Hüttner kamen im Jahr 2011 zeitgleich zwei neue Führungskräfte ins Rathaus, die beide heute nicht mehr dort tätig sind. Hüttner habe Büren verlassen, teilt die Verwaltung auf Nachfrage mit. Das Anstellungsverhältnis sei einvernehmlich zum 30. März 2018 zu Ende gegangen. Aktuell sei Michael Kubat für den Bereich Wirtschaftsförderung zuständig.

Im aktuellen Wechsel in der Führungsstruktur der Bürener Stadtverwaltung zeige sich, dass sich die individuellen Karrierewege im öffentlichen Dienst heute ähnlich wie in der privaten Wirtschaft schnell verändern könnten, heißt es aus dem Rathaus.

Seit dem Amtsantritt Schwuchows sind mittlerweile fast zehn Jahre vergangen. »In so einer langen Zeit passiert personell natürlich einiges. Mitarbeiter möchten sich auch mal verändern«, gibt Stadt-Sprecherin Marianne Witt-Stuhr zu bedenken, die selbst im vergangenen Jahr aus der freien Wirtschaft ins Bürener Rathaus gewechselt ist.

Zurzeit hat die Stadt 225 Mitarbeiter und ist damit einer der großen Arbeitgeber in der Region. In interdisziplinären Teams arbeiten unter anderem Fachleute aus den Bereichen Verwaltung, Betriebswirtschaft, Pädagogik, Informatik, Technik und Handwerk zusammen.

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