In Siddinghausen wird Kritik an geplanter Fällung von fünf Linden an der Kirche laut Heute rückt die Säge an

Büren (WB/han). Gegen die für heute geplante Fällung von fünf Linden an der St.-Johannes-Baptist-Kirche in Siddinghausen regt sich Widerstand.

Die Mauer bröckelt (kleines Bild), deswegen sollen fünf der sieben Linden an der Kirche in Siddinghausen gefällt werden. Nicht alle Dorfbewohner finden das in Ordnung.
Die Mauer bröckelt (kleines Bild), deswegen sollen fünf der sieben Linden an der Kirche in Siddinghausen gefällt werden. Nicht alle Dorfbewohner finden das in Ordnung. Foto: Besim Mazhiqi

Wie die Kreisverwaltung mitgeteilt hat, sollen die Bäume gefällt werden, weil sie in der Nähe der einsturzgefährdeten Stützmauer am ehemaligen Friedhof stehen. Eine Sanierung der unter Baudenkmalschutz stehenden Mauer mit Erhalt der Bäume sei laut Kreisverwaltung nicht möglich. Die Fällungen, die der Kirchenvorstand Siddinghausen beantragt hatte, sollen heute beginnen.

Die Linden stehen als Naturdenkmal unter Schutz. »Gegen eine Sanierung sprechen die einzuhaltenden Abmessungen der Mauer sowie die unverhältnismäßig hohen Aufwendungen, die die Kirchengemeinde nicht leisten kann«, erläutert der technische Dezernent des Kreises, Martin Hübner. Der Kreis hat die Fällung genehmigt und die Pflanzung von 15 Linden, zehn davon auf dem Kirchengrundstück, angeordnet.

Elsbeth Schulte, langjährige Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, wünscht sich den Erhalt der Bäume. Sie kritisiert, dass die Gemeinde erst vor vier Tagen informiert worden sei.

Es bestehe kein Zeitdruck, unterstützt sie der Dendrologe (Baumkundler) Heribert Reif aus Kamen. Die Bäume seien standsicher. »Unbezahlbarkeit ist kein Grund, ein Naturdenkmal zu entfernen«, betont er. Er hofft, durch eine einstweilige Verfügung die Fällung verhindern zu können und hat sich an die Bezirksregierung Detmold gewendet.

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