Leer stehende Gebäude in Bürener Innenstadt sollen Wohn- und Geschäftshaus weichen Hesse will in der Königstraße bauen

Büren (WB/han). Über ein brisantes Bauvorhaben hat der Bürener Ausschuss für Bauen, Umwelt und Stadtplanung in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 30. Januar, (Beginn 18.30 Uhr im Bürgersaal) zu diskutieren. Kaufmann Richard Hesse möchte seine beiden Häuser an der Königstraße 6 und 8 abreißen und dort ein neues Wohn- und Geschäftshaus errichten. Die Verwaltung schlägt dem Ausschuss allerdings vor, das Vorhaben abzulehnen.

Die leer stehenden Gebäude an der Königstraße 6 und 8 sollen Platz machen für ein Wohn- und Geschäftshaus.
Die leer stehenden Gebäude an der Königstraße 6 und 8 sollen Platz machen für ein Wohn- und Geschäftshaus. Foto: Hans Büttner

Wie mehrfach berichtet, wollte Investor Josef Schoofs rund um das alte Kreishaus ein großes Fachmarktzentrum bauen, was allerdings vor mehr als zwei Jahren durch einen Ratsbürgerentscheid verhindert wurde. Zuvor hatte Richard Hesse, Inhaber des Marktkaufs in Büren und Gegner des geplanten Bauvorhabens, die beiden Häuser an der Königstraße 6 und 8 gekauft, die im überplanten Gebiet lagen.

Nun möchte er die baufälligen Gebäude abreißen lassen und in der unteren Königstraße neu bauen. Er fühle sich im Zugzwang, erläuterte er gestern gegenüber dem WV: »Die Häuser stehen leer, und der Zustand ist für Büren ja auch kein schöner Anblick«. Geplant sei ein Wohn- und Geschäftshaus mit Parkplatz. Welche Art von Geschäft dort einziehen könnte, stehe noch nicht fest, so Hesse.

Für das Bauvorhaben müsse vom geltenden Bebauungsplan »Nördliche Burgstraße« abgewichen werden, erläutert die Verwaltung in der Vorlage zur Bauausschusssitzung. Denn der schreibe fest, dass Parkplätze außerhalb der überbaubaren Fläche nur ausnahmsweise zulässig seien. Die Stellplätze lägen laut Bauvoranfrage aber vollständig außerhalb der überbaubaren Fläche. Zudem sei die Grundflächenzahl überschritten, es werde also ein größerer Teil des Grundstücks bebaut als erlaubt.

Der Bebauungsplan habe das Ziel, in dem eng bebauten innerstädtischen Quartier die rückwärtigen Grundstücksteile und besonders die vorhandene Wohnnutzung möglichst frei von weiterer Versiegelung und weiteren Lärmquellen zu halten. Die geplante fast vollständige Nutzung als Parkplatz laufe diesem Ziel zuwider, so die Verwaltung.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.