Bürener Mauritius-Gymnasium kehrt zu G9 zurück Ein Jahr mehr Zeit fürs Abi

Büren (WB/han). Am Bürener Mauritius-Gymnasium werden neue Schüler das Abitur künftig wieder nach neun statt bisher acht Jahren machen. Kommissarischer Schulleiter Franz-Josef Drüppel hat gestern die Rückkehr der Privatschule zu »G9« angekündigt.

Haben den neu gestalteten Raum für die Über-Mittag-Betreuung vorgestellt: kommissarischer Schulleiter Franz-Josef Drüppel und seine Stellvertreterin Claudia Wilmes.
Haben den neu gestalteten Raum für die Über-Mittag-Betreuung vorgestellt: kommissarischer Schulleiter Franz-Josef Drüppel und seine Stellvertreterin Claudia Wilmes. Foto: Hanne Hagelgans

Die Entscheidung hat der Trägerverein des Mauritius-Gymnasiums getroffen. In der Schulkonferenz, in der Vertreter von Schülern, Lehrern und Eltern sitzen, habe es aber auch nicht den Wunsch gegeben, am Abitur nach acht Jahren festzuhalten, erläuterte Drüppel: »Alle sind sich sicher, dass G9 der richtigere Weg ist, um die Schüler auf das Abitur und die danach zu treffenden Entscheidungen fundiert vorzubereiten.«

Zum Schuljahr 2019/2020 solle die Rückkehr zu G9 erfolgen. Denn die neue Landesregierung habe das Schulgesetz noch nicht entsprechend geändert. Doch auch bereits Fünftklässler, die für das kommende Schuljahr 2018/2019 zum Mauritius-Gymnasium angemeldet werden, werden neun Jahre lang Zeit haben, sich auf das Abitur vorzubereiten.

Noch unklar ist, welche konkreten Auswirkungen die Entscheidung auf den Unterricht haben wird. Es zeichne sich allerdings ab, so Drüppel, dass auf den zurzeit erteilten Nachmittagsunterricht künftig wohl verzichtet werden könne.

Die genaue Zahl der Unterrichtsstunden, ob es möglicherweise neue Fächer gibt und wann mit der zweiten Fremdsprache begonnen wird, das lasse sich aber erst eindeutig sagen, wenn im Sommer das neue Landesschulgesetz verabschiedet sei.

Das dreizügige Mauritius-Gymnasium besuchen zurzeit 678 Schüler, die von 54 Lehrern unterrichtet werden. Ihnen steht künftig ein neu gestalteter Arbeitsraum für die Naturwissenschaften zur Verfügung. An Gruppen-Stehtischen können die Jugendlichen dort selbstständig Experimente durchführen.

Ebenfalls neu ausgestattet wurde ein Raum für die Nachmittagsbetreuung im gegenüber dem Kolleg liegenden ehemaligen Gebäude der »Gehör­losenschule«.

Dort können die Schüler nach Unterrichtsende zu Mittag essen, unter Aufsicht ihre Hausaufgaben erledigen oder einfach spielen und entspannen. Zurzeit nehmen laut Drüppel etwa zehn Schüler die Über-Mittag-Betreuung in Anspruch.

Zum Tag der offenen Tür lädt das Mauritius-Gymnasium am Samstag, 20. Januar, 10 Uhr ein. Informationsabende finden am Montag, 15. Januar, 19.30 Uhr in der Aula für Eltern der Grundschulkinder und Dienstag, 16. Januar, 19.30 Uhr in der Ökonomie (hinter der Jesuitenkirche) für Abgänger der zehnten Klassen statt. Anmeldungen sind möglich am 3., 5. und 6. Februar.

Schulleiterstelle ist offen

Nachdem der langjährige Schulleiter Friedhelm Henke im November vergangenen Jahres in den Ruhestand gegangen ist, leitet sein bisheriger Stellvertreter Franz-Josef Drüppel das Privatgymnasium kommissarisch. Für die dauerhafte Leitung habe er sich aber nicht beworben. Auch externe Bewerbungen lägen nicht vor.

Auch Friedhelm Henke war zunächst stellvertretender Schulleiter. Nach dem Ausscheiden seines Vorgängers Reinold Stücke wurde er kommissarischer Leiter und hatte zunächst ebenfalls keine Ambitionen auf die dauerhafte Schulleitung.

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