WAR- und BÜR-Gruppe arbeiten zusammen – Weitere Altkennzeichen in Nordhessen eingeführt Grenzübergreifende Schilder-Initiative 

Warburg/Büren (WB/thö). In Nordhessen werden weitere Altkennzeichen wieder eingeführt. Konkret geht es um MEG für Melsungen, FZ für Fritzlar und ZIG für Ziegenhain.

Die Sprecher der Bürener und Warburger Altkennzeichen-Initiativen beim Meinungsaustausch auf dem Altstadt-Markt (von links): Karl Glahe (Büren), Rudi Ryll und Hans-Gerd Sander (Warburg) sowie Rainer Wester (Büren).
Die Sprecher der Bürener und Warburger Altkennzeichen-Initiativen beim Meinungsaustausch auf dem Altstadt-Markt (von links): Karl Glahe (Büren), Rudi Ryll und Hans-Gerd Sander (Warburg) sowie Rainer Wester (Büren).

 Die Städte liegen im Schwalm-Eder-Kreis (HR). Damit gibt es drei zusätzliche Altkennzeichen in der weiteren Umgebung von Warburg. »Die Menschen im Kreis Höxter sollten sich fragen, warum ihnen verwehrt bleibt, was sich sonst überall längst bewährt hat«, sagt Rainer Wester von der Initiative »BÜR – sei dafür«. Er uns seine Mitstreiter haben Ende vergangenen Jahres erreicht, dass der Paderborner Kreistag der Wiedereinführung des Bürener Nummernschildes zugestimmt hat. Im Kreis Höxter liegt solch ein Beschluss noch in weiter Ferne.

 Jetzt haben sich die Bürener mit der Initiative für die Wiedereinführung des WAR-Kennzeichens in Warburg getroffen und eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Zu dem Treffen wurde ein Grenzpfahl mit gebracht. Das Wort »Grenze« sei dabei durchaus wörtlich zu verstehen. Für die Initiativen teilt der symbolische Grenzpfahl die Deutschen in zwei Teile: Der überwiegende Teil dürfe freiwillig ein Altkennzeichen führen, dem Rest sei es über die Entscheidungen der Kreistage und Landratsämter verboten. Mit der Wiedereinführung von BÜR und den Altkennzeichen des Schwalm-Eder-Kreises sei diese Grenze noch ein bisschen enger um dem Kreis Höxter gezogen worden, sagt Karl Glahe von »BÜR – sei dafür«, der das WAR-Anliegen aus der Hansestadt unterstützt. Er zitiert gern den Landrat des Kreises Hof in Bayern: »Warum sollen wir unseren Bürgern etwas verwehren, das sie sich wünschen und nichts kostet«.

 Paradox sei, dass ein Bürener nach Umzug sein BÜR nun auch in Warburg behalten darf, während den eigenen Bürgern das WAR verboten bleibt. »Da Nummernschilder bei einem Umzug überall in Deutschland mitgenommen werden dürfen, verwaltet der Kreis Höxter – je nachdem, woher die Menschen kommen – etwa 850 verschiedene Kürzel. Da fällt ein WAR kaum mehr ins Gewicht«, meint Glahe. Vor diesem Hintergrund spreche nichts gegen eine WAR-Einführung.

 Nach der kommunalen Neugliederung habe es auch jahrelang HX und WAR nebeneinander gegeben. »So soll es auch künftig wieder werden«, sagt Hans-Gerd Sander von der WAR-Initiative.

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