Ortsvorsteher wirft Christdemokraten »verbale Brandstiftung« vor Rücktritte im Aufzugstreit gefordert

Borchen (WB/per). Im Streit um den Aufzug am Mallinckrodthof Borchen werden nun auch personelle Konsequenzen gefordert. Nordborchens Ortsvorsteher und SPD-Ratsherr Gerald Klocke erwartet, dass Wortführer in der CDU ihren Hut nehmen.

Die Gestaltung des Aufzuges am Mallinckrodthof erhitzt seit Monaten die Gemüter. Jetzt fordert Nordborchens Ortsvorsteher sogar personelle Konsequenzen.
Die Gestaltung des Aufzuges am Mallinckrodthof erhitzt seit Monaten die Gemüter. Jetzt fordert Nordborchens Ortsvorsteher sogar personelle Konsequenzen. Foto: Jörn Hannemann

Klocke wirft insbesondere dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Hansjörg Frewer, Bauausschussvorsitzendem Harald Kuhnigk und dem CDU-Kreistagsabgeordneten Bernd Langer »verbale Brandstiftung« vor und erwartet als Konsequenz deren Rücktritt, nachdem nun die Denkmalbehörde des LWL die Verwaltung der Gemeinde Borchen und insbesondere auch Bürgermeister Reiner Allerdissen rehabilitiert habe .

Nordborchens Ortsvorsteher Gerald Klocke fordert »Köpfe«.

Einige Unionspolitiker hätten im Laufe der Debatte schwere Geschütze gegen die Verwaltung aufgefahren und Behauptungen aufgestellt, die nicht hätten belegt werden können, wettert der Nordborchener Ortsvorsteher: »Wenn der Fraktionsvorsitzende der CDU dem Bürgermeister und der Verwaltung vorwirft, sie stellten Inhalte in Vorlagen anders dar, um bestimmte Beschlüsse herbei zu führen, dann ist dieses der schwerwiegende Vorwurf der Vorlagenfälschung. Zudem habe es laut CDU interne Absprachen der Verwaltung mit dem Pächter der Gastronomie gegeben, die eingehalten werden müssten. Diese und weitere Vorwürfe und Vermutungen seitens des Fraktionsvorsitzenden der CDU sind bis heute nicht belegt.«

Klocke: »Wenn die Kompetenz von Mitarbeitern der Verwaltung beleidigend in Frage gestellt und deren Arbeit als unzulänglich und dilettantisch bezeichnet wird; wenn der Vorsitzende des Bau- und Umweltausschusses innerhalb weniger Tage Akteneinsicht erlangt und trotzdem den nachweislichen Vorgang zwischen Verwaltung und LWL nicht würdigt und verschweigt; wenn Ratsleute behaupten, sie hätten sich erkundigt und könnten diesen Aufzug für unter 100.000 Euro bauen – kann man dann nicht von Fake News sprechen?«

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Das Vorgehen dieser Ratsleute in Borchen und des Kreistagsvertreters der CDU ist schwerwiegend und vorsätzlich von Unwahrheit und bewusster Falschdarstellung geprägt.

Ortsvorsteher Gerald Klocke

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Dem SPD-Ratsherr scheint es, als sei es der CDU zum Schluss gar nicht mehr um das Bauwerk gegangen, sondern nur noch die angebliche rechtlose Vorgehensweise der Verwaltung. »Das Vorgehen dieser Ratsleute in Borchen und des Kreistagsvertreters der CDU ist schwerwiegend und vorsätzlich von Unwahrheit und bewusster Falschdarstellung geprägt. Eine einfache Entschuldigung gegenüber dem Bürgermeister und der Verwaltung und aber auch gegenüber den Bürgern von Borchen, reicht nicht aus. Ehrlicherweise müssten die Brandstifter ihre Konsequenzen ziehen und ihren Hut nehmen, um Platz zu machen für andere, die hoffentlich weniger verblendet sind.«

Ortsvorsteher Gerald Klocke hält den Christdemokraten zudem vor, zu den jüngsten Erkenntnissen »zu schweigen und in Deckung zu gehen, in der Hoffnung dass Gras über die Sache wächst«. Im Dezember hatten CDU und Grüne wegen der aus ihrer Sicht nach ungeklärten Vorgänge sogar einen Baustopp am Mallinckrodthof erwirkt , der noch immer Gültigkeit besitzt.

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