Bad Wünnenberg: Münsteraner Richter urteilen Anfang März Klage gegen F-Plan wird verhandelt

Bad Wünnenberg (WB/sen). Das Oberverwaltungsgericht Münster wird die Klage einiger Windkraftinvestoren gegen die Stadt Bad Wünnenberg in der nächsten Woche, am Dienstag, 6. März, von 10 Uhr an verhandeln.

In Bad Wünnenberg stehen dutzende Windräder – wie hier in Haaren.
In Bad Wünnenberg stehen dutzende Windräder – wie hier in Haaren. Foto: Besim Mazhiqi

Die Investoren hatten gegen die 2015 beschlossene Änderung des Flächennutzungsplanes geklagt, die insgesamt 1576 Hektar Konzentrationszonen für die Windenergie ausweist. In einem sogenannten Normenkontrollverfahren soll der Flächennutzungsplan für unwirksam erklärt werden, was weitreichende Folgen für den Bau von Windrädern im Stadtgebiet hätte.

Bürgermeister Christoph Rüther hatte die Klage kurz nach seinem Amtsantritt auf dem Tisch. Er fährt nun mit einem »guten Gefühl« nach Münster. »Die Stadt hat alles dafür getan, dass wir gut aufgestellt sind. Ich bin sehr optimistisch, weil wir einen fairen Flächennutzungsplan aufgestellt haben«, sagte Rüther im Gespräch mit dem WV. Er spricht von einem sehr wichtigen Termin für die Stadt Bad Wünnenberg. »Wir haben mit sehr viel Spannung auf diesen Termin gewartet, weil wir Planungssicherheit brauchen und uns Ruhe auf diesem Gebiet erhoffen«, so Rüther.

Einen »Plan B« für den Fall, dass das Gericht im Sinne der Kläger entscheidet, gebe es derzeit nicht. Dann müsse ganz von vorn begonnen werden. Um den Bad Wünnenberger Flächennutzungsplan war lange gerungen worden. Bereits 2012 hatten Münsteraner Verwaltungsrichter den Flächennutzungsplan gekippt, woraufhin etliche neue Windkraftanlagen im Stadtgebiet genehmigt worden waren. Mit der jüngsten Änderung sollen außerhalb der ausgewiesenen Zonen (fast zehn Prozent des Stadtgebietes) Windräder nicht erlaubt werden.

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