Neujahrsempfang in Bad Lippspringe: Rettungswache wird verlagert DRK packt Umzugskartons

Bad Lippspringe (WB/rk). Die Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes Bad Lippspringe zieht in die Karl-Hansen-Klinik um. Das wurde beim Neujahrsempfang der Hilfsorganisation bekannt gegeben.

Sie bescheinigten dem Gesundheitsstandort Bad Lippspringe beim Neujahrsempfang des DRK gute Zukunftschancen (von links): DRK-Kreisgeschäftsführer Bernd Horenkamp, Landrat Manfred Müller, Bürgermeister Andreas Bee, DRK-Ortsvereinsvorsitzender Dr. Erik Ernst, DRK-Präsident Heinz Köhler und Regina Stipp, Geschäftsführerin für die Tageseinrichtungen der DRK-Jugendhilfe und Familienförderung in Lippe.
Sie bescheinigten dem Gesundheitsstandort Bad Lippspringe beim Neujahrsempfang des DRK gute Zukunftschancen (von links): DRK-Kreisgeschäftsführer Bernd Horenkamp, Landrat Manfred Müller, Bürgermeister Andreas Bee, DRK-Ortsvereinsvorsitzender Dr. Erik Ernst, DRK-Präsident Heinz Köhler und Regina Stipp, Geschäftsführerin für die Tageseinrichtungen der DRK-Jugendhilfe und Familienförderung in Lippe.

Unter der Flagge des Deutschen Roten Kreuzes treffen sich alljährlich beim Neujahrsempfang im Heinz-Otten-Haus die Repräsentanten der Bad Lippspringer Vereine, der Behörden, zahlreicher Institutionen, die DRK-Führung des Kreises und die politischen Spitzenvertreter von Stadt und Kreis. In einem Punkt waren sich Landrat Manfred Müller und Bürgermeister Andreas Bee einig: Der Gesundheitsstandort ist auf der Erfolgsspur, und im Jahr eins nach der Landesgartenschau gibt es jede Menge Gründe, positiv in die Zukunft zu blicken.

Bee ging in seinem Grußwort noch einmal auf die erfolgreiche Landesgartenschau ein: »Wir haben in Planung, Aufbau und die Durchführung viel Geld und Kraft investiert. Jetzt geht es darum, die uns von Besuchern stets bescheinigte hohe Qualität für die Zukunft auch zu erhalten.« Es habe sich aber auch gezeigt, dass durch den Erfolg der LGS der Zusammenhalt der Bad Lippspringer spürbar größer geworden sei. Dafür sage er Dank. Doch schon lägen neue, interessante Projekte auf dem Tisch: So plane das DRK Lippe einen weiteren Kindergarten in Bad Lippspringe (der Rat habe zugestimmt und man suche jetzt einen passenden Standort), und auch für die Zukunft der DRK-Rettungswache zeichne sich eine Lösung in Zusammenarbeit mit Kreis und Karl-Hansen-Klinik ab. Des Weiteren nannte Bee eine anstehende Schulerweiterung und die Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses.

2000 Rettungswageneinsätze und 1000 Krankentransporte

Landrat Manfred Müller ging in seiner Rede ebenfalls auf die Rettungswache ein und verwies auf die rund 2000 Rettungswageneinsätze und die 1000 Krankentransporte pro Jahr in Bad Lippspringe und Schlangen. Es sei mittlerweile Planungsstand, dass die Rettungswache künftig integriert werde in die Karl-Hansen-Klinik, wo sie drei Ausfahrten nutzen könne statt der jetzt nur einen. Dazu müsse das MZG aber noch ein Lärmgutachten erstellen. Müller: »Die Vorteile der Anbindung einer modernen Rettungswache an ein Akutkrankenhaus liegen doch auf der Hand, und es ist für die Klinik und die Stadt ein Imagegewinn, der den Gesundheitsstandort noch aufpolieren dürfte.«

Bad Lippspringes DRK-Vorsitzender Dr. Erik Ernst, der mit seinem Team die mehr als 100 Gäste beim Empfang begrüßte, hörte Lob und positive Aussichten mit großer Freude, ist er als Chefarzt für Innere Medizin und Pneumologie in der Karl-Hansen-Klinik von der angepeilten Angliederung der DRK-Rettungswache in beiden Funktionen direkt tangiert. Ernst verwies auf die erfolgreiche kreisübergreifende Kooperation, nach der die Rettungswache Bad Lippspringe in den Nachtstunden die Schlänger Nachbarn mitversorge. Das sei eines dieser nachahmenswerten Beispiele von Stärke durch Gemeinsamkeit und vielleicht auch ein Lösungsansatz für ein von allen Vereinen zu beklagendes Problem mit dem Ehrenamt: der fehlende Nachwuchs. Vor allem freute sich der Vorsitzende, dass das runderneuerte Konzept des Neujahrsempfanges mit Gesprächen, Livemusik mit dem Pianisten Tobias Koehn, Redebeiträgen und Bewirtung bei den Gästen so gut ankam.

Bernd Horenkamp, der neue DRK-Kreisgeschäftsführer, zeigte in einem betont auf die Zukunft ausgerichteten Vortrag die vielen Aufgaben und Säulen des Roten Kreuzes auf, machte gleichzeitig aber auch deutlich, dass man das Spektrum als professioneller Dienstleister jenseits von den bekanntesten Bereichen Blaulicht und Blutspende noch deutlich ausbauen könne und werde. Rund 10.000 Mitglieder habe das DRK im Kreis Paderborn, jeder Zehnte davon engagiere sich im Ehrenamt. »Das ist eine hervorragende Basis, aber da geht noch Einiges.«

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