Heimatverein schlägt Anbindung an den Lippequellteich vor, um Trockenlaufen zu verhindern Jordan soll Bypass erhalten

Bad Lippspringe (WB). Alle Jahre wieder läuft die Jordanquelle in Bad Lippspringe trocken. Der örtliche Heimatverein will das Problem lösen und im Bedarfsfall den wasserreichen Lippequellteich anzapfen.

Von Klaus Karenfeld
Der Heimatvereinsvorsitzende Willi Hennemeyer sorgt sich um die Jordanquelle, die im Sommer häufig trocken läuft. Eine Verbindung zur Lippequelle könnte dies künftig verhindern.
Der Heimatvereinsvorsitzende Willi Hennemeyer sorgt sich um die Jordanquelle, die im Sommer häufig trocken läuft. Eine Verbindung zur Lippequelle könnte dies künftig verhindern. Foto: Klaus Karenfeld

Auch die Bad Lippspringer Kommunalpolitik macht aktuell Pause. An Themen mangelt es aber nicht. So wird sich der Bauausschuss Mitte August mit einer Initiative des örtlichen Heimatvereins beschäftigen müssen. »Die Jordanquelle ist unser Sorgenkind«, sagt der Vorsitzende Willi Hennemeyer. Besonders im Sommer, bei lang anhaltender Hitze komme es nicht selten vor, dass der Jordan zwischen seiner Quelle und dem Marktplatz nahezu versiegt.

Ganz anders, so Hennemeyer, sei die Situation im Bereich des benachbarten Lippequellteiches, der über mehr als genügend Wasser verfüge. Und das unabhängig von der jeweiligen Jahreszeit. Der Heimatverein schlägt deshalb vor, den Jordan mit dem Lippequellteich zu verbinden. Möglich sei beispielsweise eine verdeckte Rohrleitung, wie sie noch bis zum Jahr 1972 bestanden habe. Alternativ dazu denkt Hennemeyer über einen kleinen offenen Bach nach, der sich vom Quellteich aus durch den Arminiuspark schlängelt und schließlich im Jordan mündet. Für die entstehenden Baukosten würde der Heimatverein aufkommen.

Die Pläne der Heimatfreunde haben Hennemeyer zufolge noch einen wichtigen Nebeneffekt. »Die Arbeiten auf dem Marktplatz gehen in wenigen Wochen auf die Zielgerade. Der Platz soll sich den Besuchern künftig noch attraktiver präsentieren und über eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität verfügen. Ein wesentlicher Bestandteil der Sanierungsmaßnahmen bezieht sich auf den Jordanverlauf in diesem Bereich. Der Heimatverein hält es deshalb für wichtig, dass der Jordan gerade dort auch in den Sommermonaten genügend Wasser führt.«

Ob die Vorstellungen des Heimatvereins am Ende tatsächlich realisiert werden, ist abhängig von der Zustimmung der Bezirksregierung in Detmold; von dort wird eine Stellungnahme  bis zur nächsten Bauausschusssitzung am 19. August erwartet.

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