Heißes Bad Lippspringe – Blitzeinschläge in Halle, Herford und Vlotho – Aquaplaning-Unfälle auf der A 2 Unwetter in Ostwestfalen – Rekordhitze blieb aus

Bad Lippspringe/Höxter/Gütersloh/Vlotho (dpa/WB/LaRo). Die ganz große Hitze hat Nordrhein-Westfalen vorerst verschont. Mit 37,9 Grad stieg das Thermometer in Bad Lippspringe (Kreis Paderborn) am Samstag auf den landesweit höchsten Wert, wie eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte.

Einsatzkräfte an einer überfluteten Straße: Am frühen Samstagabend zog das Gewitter über Höxter.
Einsatzkräfte an einer überfluteten Straße: Am frühen Samstagabend zog das Gewitter über Höxter. Foto: Harald Iding

Der Rekord von 40,1 Grad 2003 in Euskirchen bleibt damit bestehen.

Dafür gaben kräftige Unwetter, besonders auch im südlichen Ostwestfalen, einen weiteren Eindruck von der Kraft der Natur. So liefen in Höxter beispielsweise Keller voll, stürzten Bäume um und wurden Straßen überflutet.

Das setzte sich am Sonntag fort: Von Bochum bis Minden, von Steinfurt bis Winterberg – für den nordöstlichen Teil des Bundeslandes gab der Deutsche Wetterdienst Unwetterwarnungen heraus: Starkregen, Windböen, Blitzschlag. Die Gewitteraktivität erreichte am späten Nachmittag und Abend ihren Höhepunkt .

In Halle (Kreis Gütersloh) schlug am Nachmittag der Blitz in einen Dachstuhl ein , ebenso in Herford und am frühen Abend dann auch in ein Haus in Vlotho (Kreis Herford) . In Bünde tötete ein Blitz vier Galloway-Rinder . Auf der Autobahn 2 kam es am Vormittag zu zwei Aquaplaning-Unfällen . In Gütersloh sorgte das Gewitter für einen Spielabbruch des Fußballspiels zwischen dem FC Gütersloh und dem SC Paderborn .

Die kräftigen Gewitter beendeten die tropische Hitze in Nordrhein-Westfalen vorerst beendet. Blitz und Donner zogen am Sonntag wie vorhergesagt von Westen her über das Land. Innerhalb von 24 Stunden gingen bis Sonntagnachmittag 65.255 Blitze über NRW nieder, berichtete der Deutsche Wetterdienst in Essen.

Aufgrund der Hitze warnte das Landesumweltamt für das Wochenende vor einer hohen Ozonbelastung. Während am Freitag noch an fünf Messstellen in NRW der Alarmwert von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten wurde, waren die Werte am Samstagvormittag deutlich besser. Der höchste Ozonwert mit 158 Mikrogramm wurde in Solingen-Wald gemessen.

Das wechselhafte Wetter soll sich auch am Montag fortsetzen.

Kommentare

Gott sei Dank wurde der Rekordwert in diesem Kreis nicht gebrochen, dafür aber
in einem anderen Landkreis eingestellt. Man wäre ja sonst völlig zerlaufen.
Wenn man bei der Hitze noch arbeiten muß, dann kann man die Abkühlung
gar nicht erwarten. Das Problem ist nur, dass diese Gewitter immer kräftiger
und zerstörerischer werden.

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