Stock-Car-Rennen in Schwaney Acker-Rodeo wird zur Schlammschlacht

Altenbeken-Schwaney (WB/per). Das alljährliche Stock-Car-Rennen in Altenbeken-Schwaney (Kreis Paderborn) war dieses Mal wahrlich nichts für Schönwetterfahrer. Kräftiger Regen verwandelte die Rennstrecke auf dem Stoppelacker in eine Matschpiste, die Mensch und Motoren alles abverlangte. Trotz widriger Umstände hatten die Crash-Fahrer und Zuschauer ihren Spaß...

Schon kurz nach dem Start sind die Autos mit einer zentimeterdicken Schlammschicht bedeckt – ebenso die Fahrer, die nur von einem Drahtgitter geschützt werden.
Schon kurz nach dem Start sind die Autos mit einer zentimeterdicken Schlammschicht bedeckt – ebenso die Fahrer, die nur von einem Drahtgitter geschützt werden. Foto: Jörn Hannemann

Dabei hat nicht viel  gefehlt und das von der Schwaneyer Schützenbruderschaft organisierte Spektakel wäre buchstäblich ins Wasser gefallen. »Die Teilnehmer wollen aber unbedingt fahren und wir natürlich den Zuschauern etwas bieten«, sagte Westkompanie-Hauptmann Udo Lütkemeyer, nachdem sich Rennleiter und Rennteams nach einem abgebrochenen Probelauf beraten hatten.

Mitorganisator Hermann-Josef Scherer atmete ebenfalls auf: »Im vergangenen Jahr mussten wir die Veranstaltung schon einmal wegen des Wetters absagen. Es wäre ärgerlich, wenn all die intensive Vorbereitung erneut umsonst gewesen wäre.«Die mehreren hundert Zuschauer, die trotz heftiger Regengüsse zum Acker von Landwirt Johannes Vahle gepilgert waren, erlebten eine regelrechte Schlammschlacht. Glücklich konnte sich jener Fahrer schätzen, der nach dem Start die Spitze eroberte und deshalb nicht die Matschfontänen des Vordermannes vor den Helm geklatscht bekam. Denn Windschutzscheiben sind in den umgebauten Serienautos tabu. Geschützt werden die Fahrer bei Crossrennen stattdessen von Drahtgittern als Scheibenersatz und Überrollbügeln.

Eine fast perfekte Premiere feierte am Samstag David Steiger-Lüdtke vom Team Black Bomber Paderborn.

David Steiger-Lüdtke aus Paderborn feiert seinen zweiten Platz im allerersten Rennen.

Er belegte in der Klasse bis 1800 Kubikzentimeter mit seinem Golf II, der von einem 115 PS starken GTI-Aggregat angetrieben wird, Platz zwei. »Und das war mein allererstes Rennen überhaupt«, sagte der Paderborner Schausteller mit einem breiten Grinsen.Weniger gut lief es bei Lokalmatador Elmar Rüther. Er hatte sich bei der Reifenwahl offenbar verzockt. Sein Opel Kadett quälte sich mit durchdrehenden Rädern die Steigungen fast im Schritttempo hoch, so dass am Ende nur der letzte Platz in seiner Klasse blieb.Ihr ganz eigenes Acker-Rodeo erlebten am Ende der Veranstaltung auch einige Besucher. Denn auch ein zum Parkplatz umfunktionierter Acker hatte sich zwischenzeitlich in eine Schlammwüste verwandelt. Die Veranstalter hatten jedoch vorgesorgt: Ein Traktor befreite den einen oder anderen steckengebliebenen Wagen aus seiner misslichen Lage und leistete Abschlepphilfe.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.