Stemweder unternehmen Besichtigungstour durch die Ortschaft Oppendorf Schnatgang demonstriert Freundschaft

Stemwede (WB/hm). Strahlender Sonnenschein hat jetzt etwa 50 Schnatgänger ins Freie gelockt. Sie haben eine unterhaltsame und gleichermaßen erkenntniserweiternde naturnahe Tour vom Oppendorfer Gasthaus Bosse durch den Ort und angrenzende Feldwege unternommen.

Strahlender Sonnenschein hat etwa 50 interessierte Schnatgänger aus Stemwede zum informativen Rundgang durch Oppendorf angelockt. Die Teilnehmer erfuhren dabei viel über die Ortschaft. Im Vordergrund Marion Buck, Vorsitzende des Förderkreises Dorfentwicklung Oppendorf.
Strahlender Sonnenschein hat etwa 50 interessierte Schnatgänger aus Stemwede zum informativen Rundgang durch Oppendorf angelockt. Die Teilnehmer erfuhren dabei viel über die Ortschaft. Im Vordergrund Marion Buck, Vorsitzende des Förderkreises Dorfentwicklung Oppendorf. Foto: Heidrun Mühlke

Zunächst führte die Strecke, die Marion Buck vom Förderkreis Dorfentwicklung in Kooperation mit Klaus Teipel von der Dorfwerkstatt Westrup ausgearbeitet hatte, zur Firma AF-Landtechnik am Ortsrand von Oppendorf. Hier begrüßte Firmenchef Andres Fortmann die Wanderer und gab Einblick in seinen Betrieb. Sowieso erwartete die Teilnehmer viel mehr als nur eine Grenzbegehung, was der Begriff »Schnatgang« ursprünglich bedeutete. Allerlei Informationen hatten die Initiatoren für den Weg zusammengetragen und gaben diese gerne weiter.

Windkraftmuseum und Stemwederberg-Kelterei

Und weil Wandern bekanntlich hungrig und durstig macht, legte die Truppe eine Kaffeepause im Mühlheider Windkraftmuseum ein, wo sie von den Oppendorfer Landfrauen mit selbst gebackenem Kuchen bestens versorgt wurde. Nach der Besichtigung des Museums mit Wilfried Winkelmann wurde die Tour fortgesetzt. Auf dem Plan standen Informationen zur heimischen Feuerwehr mit Hartmut Franke. Friedrich Bosse zeigte den Schnatgängern seinen Betrieb, die Stemwederberg-Kelterei. Unterwegs ließ Ortsheimatpfleger Friedbert Bohne die heimische Geschichte aufleben.

Schnatgänge haben in Stemwede inzwischen Tradition. Ursprünglich handelte es sich bei diesen Aktionen allerdings nicht um gemütliche Wanderungen, sondern um Kontrollgänge der Grundherren, bei denen sie die Grenzen ihres Besitzes zu Fuß abgingen und den Nachbarn somit demonstrativ den Grenzverlauf vor Augen führten.

Damit keiner der Teilnehmer hungrig nach Hause gehen musste, ließen sie sich zum Abschluss Grünkohl im Gasthaus Bosse schmecken.

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