Gemeinde erhält Förderzusage über 75.000 Euro für Umbau in Niedermehnen Gerätehaus wird zur Begegnungsstätte

Stemwede-Niedermehnen (WB). Wenn die neuen Stemweder Feuerwehrgerätehäuser errichtet sind, würde das Niedermehner Feuerwehr-Domizil leer stehen. Die Niedermehner Dorfgemeinschaft möchte es aber als neues Dorfzentrum und Begegnungsstätte ausbauen. Dafür hat gestern die Bezirksregierung Detmold einen Förderbescheid über 75.000 Euro erteilt.

Von Michael Nichau
Hendrik Lahrmann, Bürgermeister Kai Abruszat, Anke Recklies und Reinhard Hegerfeld bei der Übergabe des Förderbescheids.
Hendrik Lahrmann, Bürgermeister Kai Abruszat, Anke Recklies und Reinhard Hegerfeld bei der Übergabe des Förderbescheids. Foto: Nichau

Die designierte Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies hat den Bescheid an die Gemeinde Stemwede, repräsentiert von Bürgermeister Kai Abruszat übergeben. Er freute sich, zu diesem Anlass Vertreter aus Rat und Verwaltung sowie aus der vielfältigen Dorfgemeinschaft begrüßen zu dürfen. Erster Anlass: Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Reinhard Hegerfeld feierte Geburtstag. Ein Büfett, organisiert von den Niedermehner Landfrauen und Wildschweinbratwurst von der Jägerschaft rundeten die kleine Feier an.

Fördermittel helfen weiter

Zweiter Grund zum Feiern war – nach Ansicht von Kai Abruszat – die Zusage der Fördermittel, die bis zum Herbst 2019 eingesetzt werden müssen. »Das ist zu schaffen«, meinte er, denn bis dahin sollen die neuen Gerätehäuser für die Feuerwehr stehen.

Er bezeichnete die Bemühungen der Dorfgemeinschaft und die zugesagte Förderung als »wichtigen Impuls für Niedermehnen«. Es sei ein Startschuss für ein besonderes Projetzt. »Niedermehnen zählt zu den schönsten Ortsteilen im Lübbecker Land«, wertete er.

Die etwa 650 Einwohner des Ortes dürften sich freuen, einen kompakten Ortskern zu haben. Der Dorfmittelpunkt sei 1951 mit dem Feuerwehrgerätehaus geschaffen worden,. Schule (heute Lebenshilfewerkstatt) und Kindergarten sowie Turnhalle würden den Ort prägen.

Land steht in Verantwortung

»Es ist unverzichtbar, dass das Land NRW sich um seine ländlichen Regionen kümmert«, fand der Bürgermeister lobende Worte in Richtung Recklies. »Wir wollen aber keine Almosen, sondern Wertschätzung für unseren Sozialraum«, betonte er. Umso größer sei die Freude, dass die Bezirksregierung die Aktivitäten der Ehrenamtlichen vor Ort weiter fördern und entwickeln wolle. »Der ländliche Raum hat Zukunft«, sagte er.

Anke Recklies betonte, sie sei gern gekommen, um den Förderbescheid zu übergeben. Ihr Team habe das Verfahren vorbereitet. »Hier wird etwas gemeinsam auf die Beine gestellt. Da fällt es unserem Haus leicht, einen Förderbescheid zu erteilen«, sagte sie. Das Ehrenamt sei eine gute Basis für die Zusammenarbeit.

75.000 helfen weiter

»Ich glaube, 75.000 Euro helfen Ihnen da schon weiter«, richtete sie das Wort in Richtung Dorfgemeinschaft und Reinhard Hegerfeld. Der Vorsitzende gab das Wort an Hendrik Lahrmann von der Arbeitsgruppe Dorfgemeinschaftshaus weiter. Lahrmann lobte, dass sich Bürgermeister und Verwaltung für das Projekt eingesetzt hätten. »Historisch zufällig steht das Gerätehaus im Dorfmittelpunkt. Hier wird ein Aufbruch in die Zukunft gestartet. Es soll ein Treffpunkt für alle Niedermehner und Besucher entstehen. Hier wird es Workshops, Seminare, Fortbildungen, Vorträge und Ausstellungen geben«, sagte Lahrmann.

»Das Gerätehaus ist ein ortsbildprägendes Gebäude und wir Ausgangspunkt für viele Aktivitäten sein«, bemerkte er.

»Die Feuerwehr hat den Anstoß zu dieser Entwicklung gegeben, indem sie der Zusammenlegung mehrerer Standorte zugestimmt hat«, sagte Abruszat in Richtung Lahrmann, der Führungskraft in der Stemweder Feuerwehr ist. »In eineinhalb Jahren wollen wir hier etwas aufbauen, das den Dorfplatz beflügeln wird«, meinte der Bürgermeister.

Was an dieser Stelle entstehen soll, könne ein Vorlage auch für andere Ortsteile sein. »Ein toller Tag für Niedermehnen und Stemwede.«

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