Auch Telefon- und Stromleitunghen durch Bäume beschädigt 55 Einsätze in Rahden und Stemwede

Rahden/Stemwede (ni). Wegen des Sturms ist an den Rahdener Schulen vorzeitiger Schulschluss empfohlen worden. Die Stadt Rahden hat in Abstimmung mit den Grund- und weiterführenden Schulen den Schulschlus in der Regel auf 13.10 (nach der sechsten Stunde) festgelegt.

An der Grundschule Rahden endete heute wie an allen anderen Schulen im Stadtgebiet der Unterricht früher.
An der Grundschule Rahden endete heute wie an allen anderen Schulen im Stadtgebiet der Unterricht früher. Foto: Michael Nichau

»Lediglich die Grundschule Tonnenheide beendet den Unterricht bereits nach der fünften Stunde«, sagte die Sachgebietsleiterin für Bildung bei der Stadt Rahden, Anne Benker. Die Aktion sei ebenfalls im Vorfeld mit den Busunternehmen abgeklärt. »Die

Die Mitarbeiter des Bauhofes Rahden beseitigen einen Schaden. Foto: Michael Nichau

Busse fahren regulär nach der sechsten Stunde. Es gibt – nach Auskunft der Busunternehmen – keine Beförderungsprobleme«, sagte sie. Von der Grundschule Tonnenheide wurde der frühe Schulschluss bestätigt. Nur zwei Schüler seinen dort allerdings wegen des Sturms von den Eltern zuhause behalten worden.

Über »keine nennenswerten Ausfälle« berichtet Achim Prill, Schulleiter in Rahden. Die Nachricht, dass Eltern Schüler auf eigene Verantwortung zu Hause lassen dürften, betrachtet er mit Humor: »Die Eltern haben immer das Recht, in solchen Ausnahmefällen, auch bei Schnee und Eis, ihre Kinder auch Sicherheitsgründen zu Hause zu behalten«, sagte er.

Stemweder Schule schließt früher

Auch in Stemwede entschloss die die Stemweder-Berg-Schule (Sekundarschule), den regulären Ganztags-Unterricht nach fünften beziehungsweise sechsten Stunde zu beenden und die Schüler nach Hause zu entlassen. Von der Gemeindeverwaltung hatte es allerdings keine Empfehlung in dieser Hinsicht gegeben, sagte Schulamtsleiter Jörg Bartel. Es sei schwierig, für Ganztagsschulen eine solche Empfehlung zum vorzeitigen Schluss auszusprechen: »Kein Schüler kann nach Hause geschickt werden, wenn dort keine Betreuung gewährleistet ist. Auch müssen die Bus-Kapazitäten zur Verfügung stehen. Das ist bei der Stemweder-Berg-Schule erst nach der fünften und sechsten Stunde gewährleistet«, erläuterte er.

»Es ist aber immer letzte Entscheidung der Eltern, ob sie bei solchen Wetterlagen die Kinder überhaupt zur Schule schicken oder auch früher abholen«, bemerkte er.

Heike Hachmann, Schulleiterin der Stemweder-Berg-Schule bestätigte, dass der Nachmittagsunterricht dort nach Möglichkeit nicht erfolgen solle. »Wir Lehrer sind aber hier und betreuen die Kinder, die nicht nach Hause können«, sagte sie.

Feuerwehr in Stemwede

Die Feuerwehr in Stemwede rückte zunächst zu vier Einsatzstellen aus. Auf der Twiehauser und Hollweder Straße stürzten Bäume um. Die Twiehauser Straße war zeitweise unpassierbar. Die Löschgruppe Sundern eilte zur L 770 aus. Auch dort lag ein Baum quer über der Fahrbahn. Auch an der Straße »Auf der Filge« in Levern stürzte ein Baum um. . Etwa um 15 Uhr wurde in Stemwede-Twiehausen die örtliche Einsatzleitung eingerichtet, um die Vielzahl der Aufträge zu koordinieren.

Telefonleitungen in Oppenwehe und Twiehausen wurden durch den Sturm beschädigt. 15 Einsätze zählte Werhrführer Joachim Lübke bis zum Abflauen des Sturms am späten Nachmittag. Dabei seien aber an einzelnen Einsatzstellen auch mehrere – wie an der Tweihauser Straße gleich zehn – Bäume umgestürzt. In Destel hatte eine umstürzende Pappel eine Straßenlaterne mitgerissen. Mitarbeiter des Stemweder Bauhofs sicherten die offen liegenden Stromleitungen.

Feuerwehreinsätze in Rahden

Auch die Rahdener Feuerwehr rückte am Nachmittag vielfach aus. Im Gerätehaus am Südring wurden die Einsätze wegen des Sturms koordiniert. Alle Löschgruppen der Stadt waren im Einsatz um Bäumer und Äste, die auf öffentliche Straße gestürzt waren, zu beseitigen. In Tonnenheide an der Brandheide und in Wehe, aber auch im gesamten Gebiet der Stadt waren durch die umstürzenden Bäume auch Strom- unn Telefonleitungen betroffen. Dadurch kam es zu Störungen und Ausfällen im Telefonnetz. »Wir melden diese Fälle der Leitstelle. Nur die kommt überhaupt nicht zur Telekom durch«, erläuterte Ruhnau. Es sei zudem unwahrscheinlich, dass die Störungen zeitnah behoben werden könnten. »Wir schicken das gesammelt am Freitag per Fax an die Störungsstelle«, sicherte Ruhnau zu.

Eine vorläufige Bilanz: Etwa 40 Einsätze im gesamten Stadtgebiet. Vor allem umstürzende Bäume und abgebrochene Äste riefen die Wehr auf den Plan. Zusätzlich bekamen die Wehrleute noch Arbeit durch zwei Schornsteinbrände im Stadtgebiet.

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