Einsatz bei Karl D. in Stemwede Polizei findet gesuchte Waffen bei mutmaßlichem Reichsbürger nicht

Stemwede  (WB). Die Polizei hat bei einer Hausdurchsuchung Waffen und Munition von Rentner Karl D. (67) aus Stemwede beschlagnahmt. Anlass war ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Rahden.

Der mutmaßliche Reichsbürger Karl D.
Der mutmaßliche Reichsbürger Karl D. Foto: Christian Althoff

Es handelt sich überwiegend um leichte Waffen. Die gesuchten 24 scharfen Waffen waren nicht dabei. Gefunden wurde allerdings ein scharfer Revolver, der nicht registriert war sowie Munition, für die Karl D. keine Erlaubnis hatte. Polizeisprecher Ralf Steinmeyer: »Den Stemweder erwarten jetzt Strafverfahren.

Jäger Karl. D, den Behörden und Polizei der sogenannten Reichsbürgerszene zurechnen, hatte vor dem Verwaltungsgericht in Minden vergeblich dafür gekämpft, seine 24 Waffen behalten zu dürfen. Er löste in den vergangenen Jahren weder den jährlich erforderlichen Jagdschein, noch konnte er nachweisen, dass er Sportschütze ist. Der Aufforderung, die Waffen entweder bei der Polizei abzugeben oder per Nachweis zu verkaufen oder zu vernichten, war er nicht nachgekommen.

Die Waffen befanden sich in einem verschlossenen Raum im Keller des Hauses. Weil es in der Vergangenheit bei Reichsbürger-Einsätzen Verletzte und sogar Tote gegeben hatte, war die Polizei vorsorglich mit 20 Einsatzkräften, darunter auch SEK-Beamte aus Bielefeld, und einem Hundeführer in Stemwede vor Ort.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.