Lichtkünstler Oliver Roth schafft fantastische Lichter und Farben – noch bis 5. Februar So toll leuchtet »Rila erleben«

Stemwede (WB). Die weitläufigen Gartenanlagen von »Rila erleben« in Levern begeistern schon am Tag die Menschen. Jetzt zaubert bunter Lichterglanz nach Einbruch der Dunkelheit reizvolle und imposante Bilder in die thematisch angelegten Gärten.

Von Heidrun Mühlke
Davon können die staunenden Besucher kaum ihre Augen lassen: Leucht-Pferde galoppieren vor dem Nachthimmel. Täglich bis zum nächsten Sonntag ist die Schau bei Dunkelheit geöffnet.
Davon können die staunenden Besucher kaum ihre Augen lassen: Leucht-Pferde galoppieren vor dem Nachthimmel. Täglich bis zum nächsten Sonntag ist die Schau bei Dunkelheit geöffnet. Foto: Heidrun Mühlke

Eines der vielen Motive der Illiumination: Frauen im Mond auf der Schattenwand Foto: Heidrun Mühlke

Lichtkünstler Oliver Roth aus Minden entführt die Besucher in eine fantastische Welt mit wunderschönem Farbenspiel. Da galoppieren leuchtende Pferde durch die Dunkelheit, Ballerinen tanzen im Schwarzlicht zu Schwanensee, schillernde Fische schwimmen im imaginären Riesenaquarium und ein ganzes Feld bunter LED-Blumen lädt zum Betrachten ein.

Lichterketten weisen den Rundweg durch das etwa zwei Hektar große Gelände, vorbei an der illuminierten chilenischen Parinacota-Kirche, bunt angestrahlten Bäumen und einer riesigen magischen Kugel, auf die ständig wechselnde strahlende Mandalas projiziert werden.

Drei Tage mit Aufbau beschäftigt

»Die Technik ist sehr aufwändig«, erklärt Oliver Roth dieser Zeitung beim Rundgang. Mehr als einen Kilometer Lichterkette hätten er und sein vierköpfiges Team verbaut und mehrere Tausend LEDs. »Manche Lichtbilder haben wir musikalisch untermalt, um die Impressionen nochmals zu unterstreichen«, sagt Roth.

Er und sein Team waren drei Tage mit dem Aufbau beschäftigt, zuvor habe er anhand von Fotos einen Entwurf zu dem fulminanten Spektakel gemacht.

»Ich beziehe die Besucher gerne mit ein«, sagt der Lichtkünstler, der auch schon den Innenraum des Berliner Reichstags lichtstark in Szene gesetzt hat. An der Schattenwand lässt sich beispielsweise der eigene Körper auf den Mond projizieren. »Das ist eine etwa zehn Quadratmeter große Kons­truktion aus Spezialfolie«, erklärt Roth.

Mit der Handy-Lampe werden Besucher zu Künstlern

Spezialfolie hat der Künstler auch an andere Stelle eingesetzt. Auf speziellen Tafeln lädt die Folie zum Lichtmalen ein. Mit Taschenlampe oder Handy-Lampe werden alle Besucher zu Künstlern. Allerdings nicht für die Ewigkeit. Nach wenigen Minuten verschwindet das Kunstwerk wieder wie von Geisterhand weggewischt. Ein wenig gruselig muten auch im afrikanischen Garten die mit Schwarzlicht angestrahlten Masken an.

Bereits in den ersten Tagen der Aktion strömten viele Besucher – darunter auch zahlreiche Auswärtige – in den Stiftsort Levern. Wer das gigantische Lichtermeer bei »Rila erleben« in Levern sehen möchte, hat dazu noch bis Sonntag, 5. Februar, die Möglichkeit.

Täglich öffnen sich die Pforten nach Einbruch der Dunkelheit. Der Eintrittspreis liegt bei sieben Euro für Erwachsene und vier Euro für Kinder von sechs bis vierzehn Jahren.

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