Gegen Rassismus – Besuch bei Abruszat – Backen im Haus Buschgarten Stemweder Schüler engagieren sich

Stemwede (WB/weh). Sie haben eine Resolution vorbereitet, Bürgermeister Kai Abruszat besucht und außerdem gemeinsam mit behinderten Menschen gebacken. Schüler der Stemweder-Berg-Schule zeigten erneut großes Engagement.

Bereits seit einigen Wochen hatte sich der 8. und 9. Jahrgang intensiv mit dem Thema »Rassismus« beschäftigt. »Die Schüler wollen an ihrer Schule ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung jeder Art setzen«, sagt Lehrerin Edda Graue. »Schnell fand sich auf Eigeninitiative der Jungen und Mädchen ein Organisationsteam zusammen.«

80 Prozent der Schüler unterschrieben Liste

Das Ziel soll die Aufnahme in das bundesweite Netzwerk »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« sein. »Insgesamt müssen sich 70 Prozent der Schülerschaft dazu verpflichten, sich für ein tolerantes Schulleben einzusetzen«, erklärt Edda Graue. »Das bedeutet: Auch wenn jemand ›anders‹ ist, soll er respektiert werden.« Mit großem Eifer sammelten die jungen Akteure wochenlang die dafür notwendigen Unterschriften bei Mitschülern, Lehrern, Mitarbeitern der Schule und des Life House. Schließlich war es soweit, dass die Schüler Elisa Weingärtner (9d), Vanessa Beinl (9b), Nikola Fastabend (9a) und Niklas Brömstrup (8b) zusammen mit Lehrerin Katherine Kleinert dem Bürgermeister Kai Abruszat das Ergebnis überbringen können. Mehr als 80 Prozent der Schüler und 100 Prozent der Lehrerkräfte unterzeichneten die Resolution. »Ein tolles Ergebnis«, findet Edda Graue.

Freundschaft mit Haus Buschgarten-Bewohnern

Als Schirmherr für dieses Projekt konnte Kai Abruszat, gewonnen werden. Er lobte das Engagement der Schüler ausdrücklich: »Das ist mir eine Herzensangelegenheit, das mache ich sehr gern.«

Eine weitere Initiative von Stemweder Schülern widmete sich der Wehdemer Behinderten-Wohnstätte Haus Buschgarten. Vor einigen Tagen trafen sich einige Zehntklässler und Lehrerin Annika Feldpausch mit Bewohnern der Einrichtung, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Schule leben. »Diese Freundschaft ist in jüngster Zeit intensiviert worden«, betont Edda Graue. »Daraus entstanden tolle gemeinsame Treffen und Aktivitäten.«

Die Schüler überlegten sich jetzt Rezepte, die sie mit den Behinderten backen wollten. Als Ergebnis kamen leckere Muffins heraus, die mit Vergnügen verspeist wurden. »Auch in nächster Zeit werden sich die Schüler mit Bewohnern des Hauses Buschgarten treffen, denn so verlieren viele Schüler die Berührungsängste gegenüber Behinderten«, weiß Edda Graue. »Das ist uns an der Schule ein wichtiges Anliegen.«

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