Ex-Wirte-Paar Kampe verkauft Inventar des Gasthauses Vahrenhorst in Stemwede Erinnerungsstücke aus einer Traditionskneipe

Stemwede (WB). Das Gasthaus Vahrenhorst in Stemwede hat zum Jahresende dicht gemacht. Jetzt hat es den ersten von zwei Inventar-Verkäufen gegeben.

Von Heidrun Mühlke
Peter und Christa Kampe (links) haben sich über viele Kauflustige gefreut, die auf der Suche nach Schnäppchen gewesen sind.
Peter und Christa Kampe (links) haben sich über viele Kauflustige gefreut, die auf der Suche nach Schnäppchen gewesen sind. Foto: Heidrun Mühlke

Schnäppchenjäger, Sammler sowie viele ehemalige Gäste wollten Gläser, Teller, Deko, Barhocker, Küchengeräte oder einfach nur ein Andenken ergattern. Hunderte Gläser und Teller, aber auch Kaffeemaschinen, Tische, Barhocker, Spiegel, Tabletts, Besteck und Nippes warteten nicht lange auf Interessenten. Schon bevor sich die Eingangspforte offiziell öffnete, lauerten Kauflustige auf Einlass und bereits nach wenigen Minuten war es im Gasthaus so voll, wie sonst zur besten Kneipenzeit samstagabends.

Zeitig auf der Matte stand auch Stammgast Peter Kollorz. »Ich habe zwei Fritteusen für die Veranstaltungen unserer Kirchengemeinde in Hunteburg organisiert – dann müssen wir keine mehr ausleihen«, freut sich der Hunteburger über seine Neuerwerbung.

Suche nach Sachen für Partys

Gläser, Tabletts, Brauerei-Shirts mit witzigen Sprüchen oder Hüte nennen jetzt Jonathan Kasten aus Niedermehnen und die Dielinger Thiemo Wiechert und Toni Sandmöller ihr Eigen. »Wir waren hin und wieder mal hier zu Gast und sind jetzt auf der Suche nach witzigen Sachen für unsere nächsten Partys«, erklärt Kasten.

»Unglaublich«, nannten die ehemaligen Wirtsleute Christa und Peter Kampe den Run auf das Inventar und freuten sich über das Interesse, aber auch über jeden gut gemeinten Händedruck und unzählige Umarmungen zum Abschied.

Die Kampes haben das traditionsreiche Gasthaus, dessen Anfänge im 17. Jahrhundert liegen, an einen Bauunternehmer verkauft, der das Gebäude anders nutzen möchte. Im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT erzählten sie Ende Dezember, dass sie aus persönlichen Gründen – unter anderem wegen gesundheitlicher Probleme – kürzer treten möchten.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.