Oppenweher Mühle: erste Trauung vom Standesbeamten und Bürgermeister Kai Abruszat vollzogen So schön ist das Heiraten in Stemwede

Stemwede (WB). Jung und sichtlich verliebt, schick gekleidet und »kein bisschen aufgeregt«, wie die Braut versprach, haben sich Vanessa Töbelmann und Pascal Eilmes das Ja-Wort gegeben.

Von Wiebke Henke und Dieter Wehbrink
Premiere in Oppenwehe: Das Brautpaar mit den Gastgebern von der Oppenweher Mühlengruppe und dem Standesbeamten: Sigrid Lübke (von links), Karl-Heinz Bollmeier, Pascal Eilmes, Vanessa Eilmes und Bürgermeister Kai Abruszat.
Premiere in Oppenwehe: Das Brautpaar mit den Gastgebern von der Oppenweher Mühlengruppe und dem Standesbeamten: Sigrid Lübke (von links), Karl-Heinz Bollmeier, Pascal Eilmes, Vanessa Eilmes und Bürgermeister Kai Abruszat. Foto: Wiebke Henke

Beide tragen seit Samstag denselben Nachnamen. Das Besondere an ihrer standesamtlichen Trauung: Die Beiden sind das erste Brautpaar, das an der Oppenweher Bockwindmühle heiraten konnte. Bürgermeister Kai Abruszat, seit kurzem nach bestandenem Fortbildungskursus auch ausgebildeter Standesbeamter, ließ es sich bei dieser Premiere nicht nehmen, sein Amt als Standesbeamter auszuüben. Er traute die beiden 24-Jährigen persönlich.

Heiraten im Heimatort

Der gebürtige Oppenweher Pascal Eilmes, der seiner Frau Vanessa den romantischen Heiratsantrag bei einem Sonnenuntergang am Strand machte, freute sich sehr über die Möglichkeit, in seinem Heimatort heiraten zu können. Er erinnerte sich noch daran, dass das Paar zunächst die Leverner Mühle als Standesamt gewählt hatte. »Es war ja noch nicht möglich, hier in Oppenwehe zu heiraten«, erklärte Eilmes.

Um so größer war dann die Freude, als die Gemeinde Stemwede und die Mühlengruppe Oppenwehe sich dazu entschlossen, die Bockwindmühle für diese Anlässe zu nutzen. Die Initiative dazu entstand beim Ortsteilgespräch, das Kai Abruszat mit den Oppenweher Bürgern geführt hatte.

Das Ehepaar Eilmes ist das erste von drei Paaren, die sich in diesem Monat in Oppenwehe ihr Eheversprechen geben. »Wir haben schon einige weitere Anfragen erhalten, nicht nur aus Stemwede, sondern auch aus Rahden«, freut sich Karl-Heinz Bollmeier, Vorsitzender der Mühlengruppe Oppenwehe. Sigrid Lübke, Kassiererin des Vereins, kümmert sich in Abstimmung mit dem Standesamt der Gemeinde um die Reservierungen und weitere Organisation.

Feier im Zentralholel in Wagenfeld

Für das Ehepaar Eilmes war es die beste Entscheidung, in Oppenwehe zu heiraten. »Wir leben schon eine ganze Weile zusammen hier in Oppenwehe« sagt die Braut als gebürtige Wagenfelderin.

Nach der kirchlichen Trauung am Nachmittag durch Pfarrerin Sigrid Mettenbrink in der Oppenweher Kirche feierten die Eheleute Eilmes gemeinsam mit Familie und Freunden im Zentralhotel in Wagenfeld.

Für Paare, die speziell die Traumöglichkeiten an bedeutenden Orten in der Gemeinde Stemwede wahrnehmen, bleibt der »schönste Tag im Leben« nachhaltig in Erinnerung. Davon kündet auch eine E-Mail, die die STEMWEDER ZEITUNG von Gunter und Jana Anders aus der Oberlausitz im Zittauer Gebirge in Sachsen, an der Grenze zu Polen und Tschechien, erhielt. Sie haben am 1. Juli im Heimathaus Lever geheiratet und sind davon immer noch total begeistert. 

Paar aus der Oberlausitz

»Ein paar Tage unseres Urlaubs verbringen wir immer in Stemwede, denn in Hollwede wohnen unsere besten Freunde Sabine Beier und Wolfgang Klawitz«, schreibt das Paar. »Der Urlaub dieses Jahr sollte etwas Besonderes sein, denn wir wollten heiraten. Unser schönster gemeinsamer Tag sollte unsere Hochzeit im malerischen Stiftsort Levern werden. Und hier empfahl man uns das Heimathaus.«

Gunter und Jana Anders loben die unbürokratische Vorbereitung dank des Stemweder Standesbeamten Norbert Gräber und des Heimathaus-Teams : »Es ist mit so viel Liebe zum Detail hergerichtet worden und wir fühlten uns sofort wohl und geborgen. Im Heimathaus zu heiraten war eine Trauung wie im Märchen.«

Die Freunde hätten für einige Überraschungen gesorgt, etwa für festliche Klaviermusik und Gesang. Norbert Gräber habe sich bei der Trauung viel Zeit genommen, die Geschichte des Heimathauses erzählt »und viele gute Worte mit auf unseren gemeinsamen Lebensweg mitgegeben. Herzlichen Dank dafür.«

Dank an alle Helfer

Der Dank des Oberlausitzer Ehepaars ging aber aber auch an Karin Klanke, Heinrich Rust »und die anderen unsichtbaren Helfer, die im Heimathaus viele Vorbereitungen für uns getroffen haben«, sowie Olga Rust und Hartmut Kämper, die bei der musikalischen Umrahmung mitwirkten.

»Eine Trauung in diesem historischen Gebäude können wir Zwei nur empfehlen und wir wünschen uns für Levern, dass auch in Zukunft viele Heiratswillige diesen Weg zum Heimathaus finden und es genau so schätzen wie wir.«

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