Vertreter des Schulvereins INI beziehen Stellung zu fehlenden Unterlagen »Zu 97 Prozent vollständig«

Stemwede (WB). »Entschuldigung, dass es vor Ostern zu so einem Fehler gekommen ist«, sagte Thomas Assmann beim jüngsten Stammtisch der Eltern der zukünftigen INI-Gesamtschule in Wehdem. Er bezog damit Stellung zur Tatsache, dass der Bad Sassendorfer Verein am Gründonnerstag die Genehmigungsunterlagen noch nicht vollständig eingereicht hatte.

Von Michael Nichau
Die zuküpnftighe private Stemweder Gesamtschule soll zunächst in den Berich der ehemaligen Hauptschule einziehen. »Die Räume werden noch renoviert und auf den neuesten Stand gebracht« , verprechen die INI-Vertreter.
Die zuküpnftighe private Stemweder Gesamtschule soll zunächst in den Berich der ehemaligen Hauptschule einziehen. »Die Räume werden noch renoviert und auf den neuesten Stand gebracht« , verprechen die INI-Vertreter. Foto: Michael Nichau

»Die entsprechende Mitteilung der Bezirksregierung war zuerst in der STEMWEDER ZEITUNG zu lesen. Das war ein Schlag für alle Befürworter des Projekts«, sagte Assmann. Er gab zu, dass es »ein Kommunikationsproblem« zwischen ihm und dem designierten Schulleiter der privaten Gesamtschule, Volker Esch-Alsen, gegeben habe. Dadurch sei es zum »Desaster vom Gründonnerstag« gekommen.

Das Resultat war spürbar: Waren zum Elternstammtisch vor vier Wochen noch 30 erschienen, kamen dieses Mal lediglich drei Mütter, zwei Väter sowie die drei Fraktionsvertreter Jürgen Lückermann (FWG), Hermann Gesenhues (Bündnis 90/Grüne) und Wolfgang Fricke (FDP) sowie die INI-Vertreter und eine künftige Lehrerin.

Genehmigung erwartet

»Die Euphorie des jüngsten Stammtisches ist also am Gründonnerstag verflogen«, bilanzierte der INI-Geschäftsführer nüchtern. Diese komme wohl erst wieder auf, wenn die Genehmigung für die neue Schule vorliege.

»Wir haben die Unterlagen jetzt zu 97 Prozent komplett. Die Bezirksregierung will sie aber erst bearbeiten, wenn sie tatsächlich vollständig sind«, sagte Assmann. In diesem Fall habe die Behörde eine schnelle Bearbeitung zugesagt. »Ich hoffe, sie hält sich an dieses Versprechen«, meinte Volker Esch-Alsen.

»Wir rechnen – wenn alles glatt läuft – mit einer Genehmigung im Mai. Dann geht es auch für die Eltern weiter, die bisher nur eine vorläufige Anmeldung für die Gesamtschule abgegeben haben. 39 konkrete Anmelde-Bekundungen lägen vor. »Drei Eltern sind noch unentschlossen«, meinte Assmann.

Für die Antragsunterlagen würden derzeit noch polizeiliche Führungszeugnisse und Gesundheitsbelehrungen der künftigen Lehrer fehlen. »Nächste Woche soll der Antrag komplett in Detmold vorliegen«, versprach Assmann.

Es gebe noch eine weitere Schwierigkeit, die die INI aber in den Griff bekommen werde: Ein Lehrer, der lange Zeit im Ausland gearbeitet hatte, müsse seine Anerkennung als Lehrkraft nachweisen. Dazu werde er künftig von einem Kollegen mit drei Stunden in der Woche begleitet.

Für die Sekundarstufe II (Gymnasiale Oberstufe) hat der Verein – nach Aussagen Assmanns – noch nicht die Werbetrommel gerührt. »Wir wollen die umliegenden Schulen anschreiben, sobald die Genehmigung vorliegt«, sagte Volker Esch-Alsen.

Komplett geplant

Bei der Erstellung des Nachweises des Raum-Programms (für den Endausbau der Schule in fünf Jahren) habe die Gemeindeverwaltung geholfen. »Wir haben inklusive der vorhandenen Sekundarschule geplant. Es fehlt noch ein Lärmschutzgutachten«, meinte Assmann.

»Die Vorverträge mit der Gemeinde Stemwede stehen«, betonte er auf Nachfrage von Eltern-Vertreterin Melanie Gutt. Die Gesamtschule werde zunächst in den ehemaligen Hauptschul-Teil einziehen. »Dort werden die Räume renoviert und auf neuen Stand gebracht. Auch soll noch ein Übergang gebaut werden«, sicherte Schulleiter Volker Esch-Alsen zu. »Beide Schulen erhalten gleiches Ausstattungsniveau«, erklärte Assmann.

»Unser Schul-Konzept steht und wir können auch bewältigen, wenn sich mehr Schüler anmelden oder plötzlich 50 Oberstufenschüler vor der Tür stehen«, meinte Esch-Alsen. »Ich glaube, dass es gut aussieht«, meinte er.

Stammtisch-Initiatorin Melanie Gutt kritisierte den Fehler der INI. »Dieser hätte nicht passieren dürfen. Die INI hat viel Vertrauen erhalten und ich hoffe, dass das Interesse jetzt nicht gelitten hat.«

»Wenn die Gesamtschule dann existiert, ist sie ein Anziehungspunkt in der Region und eine Chance für Stemwede«, gab sich der künftige Schulleiter zuversichtlich.

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