»The Keltics« gewinnen das Publikum mit Lebenslust – Musikgenuss der besonderen Art  Kultrock mit Kilt und Kokosnüssen 

Wehdem (WB). Eine Polonaise im Life House in Wehdem? Aus der Lüneburger Heide angereist hat die Gruppe »The Keltics« die Besucher des Wehdemer Kulturzentrums mit gut gelauntem Folk-Rock in Bewegung versetzt.

Von Andreas Kokemoor
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 Rockige Songs, wechselten mit harmonischen Liedern. 100 Besucher folgten Sänger Thys Bouma und den Musikern, die Dudelsack, Akkordeon, Flöte, Trommel, Gitarre und Bass spielten, beim legendären Klassiker »500 Miles« über die Tanzfläche.

 Bereits zum dritten Mal waren »The Keltics«, die im vergangenen Jahr ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert haben, in Wehdem zu Gast. Zwischendurch spielten sie unter anderem in Wacken oder rund um den »St.-Patrick's-Day« in Italien und haben das Irish-Folk verrückte Mailand, Bologna und Venedig mit norddeutsch geprägtem »Kiltrock« fasziniert. Etwa 20 Auftritte absolvieren die Keltics pro Jahr. »Ihr letzter Auftritt in Wehdem liegt zehn Jahre zurück«, sagte Wilhelm Lindemann vom Veranstalter des Konzerts, dem Verein für Jugend, Freizeit und Kultur (JFK).

Die Folk-Fans waren in guter Stimmung

 Für Janine aus Rahden und Verena aus Hüllhorst, die »The Keltics« im vergangenen Jahr in Bünde das erste Mal gesehen und gehört hatten, erfüllte sich in Wehdem ein kleiner Traum. Sie durften auf die Bühne und mit Kokosnussschalen den Klang der Hufe zum Lied »Jesse James« imitieren. Die Folk-Fans waren in guter Stimmung, schunkelten, klatschten im Takt, winkten mit den Armen, oder riefen auf Kommando »Jo Hey«.

 Es war die gelungene Mischung von Irish-Rock mit viel Gitarre, Bass und Drums im Wechsel mit Balladen, Traditionals, Jigs und Reels, die dafür sorgte, dass das Publikum mitmachte. Die reinen Dudelsack-Instrumentals ließen für einige Momente das Publikum verstummen, staunen und einfach genießen. Zu allen Liedern erzählte Thys Bouma Geschichten, die von der Grünen Insel, aus Schottland, Liverpool und bekannte Fußballstadien berichteten.

 Bei vielen Liedern stimmten die Besucher mit ein. »The Keltics« spielten auch Eigenkompositionen wie »Here we go again« oder »Our Hero«.

 Ein kleiner Wermutstropfen blieb für die Band: Der Aufforderung »Es darf auch getanzt werden« kamen nur wenige Besucher nach. Dafür genossen die Life-House-Gäste um so mehr die Show. Immer wieder tanzten die Musiker von der Bühne herunter ins Publikum.

 Nicht alle Musiker trugen bei der Aufführung einen »Kilt«, den typischen Schottenrock. Einige trugen Karo-Hosen und auch die Mikrofonständer waren in diesem Stil dekoriert. Und zudem schienen auch die Musiker Spaß zu haben: Sie boten mehr als nur ein Programm. Doch auch die irisch-keltische Melancholie kam in den in den nachdenklichen Liedern nicht zu kurz.

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