Freunde auf vier Pfoten – Vierbeiner präsentieren sich in Stemwede – Joclynn aus Preußisch Ströhen siegt  Wenn der Hund mit nach Florida fliegt 

Stemwede (WB). Wenn Michael und Melanie Heintz mit ihren drei weißen Schäferhunden durch Westrup spazieren gehen, erkennen viele ihrer Nachbarn das Fünfergespann schon von Weitem.

Von Anna-Lena Wehbrink
Michael und Melanie Heintz sind erst vor Kurzem nach Westrup gezogen, fühlen sich aber sehr wohl in ihrer neuen Heimat. Bei der Hundeschau in Levern haben sie ihre beiden Berner Blanc Suisse Nala und Toffee vorgestellt.
Michael und Melanie Heintz sind erst vor Kurzem nach Westrup gezogen, fühlen sich aber sehr wohl in ihrer neuen Heimat. Bei der Hundeschau in Levern haben sie ihre beiden Berner Blanc Suisse Nala und Toffee vorgestellt.

 Kein Wunder, denn die Vierbeiner mit ihrem schneeweißen Fell sind ein echter Hingucker: »Die Hunde heißen eigentlich ›Berner Blanc Suisse‹. Die Rasse ist erst seit 2003 in Deutschland anerkannt und deswegen noch nicht so verbreitet«, erklärt Michael Heintz auf der Hundeschau des Internationalen Rasse Zucht Verein Deutschlands (IRZVD) im Gasthaus Reddehase. Besonders schätzt das Ehepaar Heintz an ihren Hunden deren Sensibilität: »Meist beschnuppern sie neue Menschen erst vorsichtig, freuen sich dann aber sehr. Sie sind ideale Familienhunde: Kinder, Katzen und andere Artgenossen stellen kein Problem dar«, schwärmt Melanie Heintz und streichelt nebenbei den Kopf ihrer Hündin Toffee, die unter dem Tisch liegt und geduldig auf ihre Begutachtung durch die Preisrichter wartet.

 Ein paar Tische vom Ehepaar Heintz entfernt, liegt Yona, eine Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever-Hündin, auf dem Schoß ihrer Besitzerin Malin Wend und lässt sich ausgiebig den Bauch kraulen. Die 15-jährige Dielingerin ist mit Hunden aufgewachsen und kann sich ein Leben ohne Vierbeiner nicht mehr vorstellen: »Meine Yona kann ganz viele Tricks: Zum Beispiel sich verbeugen, Pfötchen geben und im Slalom durch meine Beine laufen«, sagt Malin stolz. Dass Yona nicht nur intelligent, sondern auch liebebedürftig ist, weiß Malins Mutter Claudia Wend: »Die Hunde sind sehr nett zu Menschen, brauchen allerdings eine feste Bezugsperson.«

Besuche im Seniorenheim

Früher nutzten die Indianer diese Rasse, um Enten anzulocken, erklärt die Dielingerin: »Die Hunde haben damals am Ufer Stöckchen apportiert. Dieses Spielverhalten lockt tatsächlich Enten an, sodass die Indianer sie besser jagen konnten. »Zur Jagd wird Yona nicht eingesetzt, allerdings begleitet die zweijährige Hündin ihre Besitzerin gelegentlich ins Dielinger Seniorenheim: »Im vergangenen Herbst war ich mit ihr dort. Die Heimbewohner fanden Yona klasse, da sie sofort auf alle Kommandos gehört hat«, erinnert sich Malin an die schönen Momente.

 Wie eng die Beziehung zwischen Mensch und Hund ist, weiß auch Ursula Haselhorst. Die Preußisch Oldendorferin nimmt ihre Chihuahua-Hündin mit dem ungewöhnlichen Namen Gummi-Bär jedes Jahr mit nach Florida, wenn sie ihre dort lebende Tochter besucht: »Ich buche im Flugzeug immer direkt zwei Sitze für mich und den Hund, damit wir mehr Platz haben.« Gummi-Bär verbringt die Flugstunden in einer speziellen Flugzeugtasche neben ihrem Frauchen.

 Wenn die Chihuahua-Dame einmal nicht mit auf Reisen geht, bleibt sie bei Angelika Richter und deren Havaneser-Hündin Miley. »Ursula und ich haben uns über die Hunde kennen gelernt. Seither passen wir auf das Tier der Anderen auf, wenn eine von uns in den Urlaub fährt.«

Zwergspitz siegt

 Bei der Hundeschau des IRZVD wurden die Vierbeiner nach dem jeweiligen Rassestandard begutachtet. Dazu zählten unter anderen die Felllänge, Kopfform und der Zustand der Zähne, wie der Vorsitzende Michael Berzen vom IRZVD erklärte. Die am häufigsten vertretene Hunderasse war der Chihuahua.

 Der Sieger bei den kleinen Hunden (»Best in Show«) hieß Luntnik, ein Zwergspitz von Familie Izotova aus Bad Essen. Den Siegertitel »Best in Show« bei den großen Hunden sicherte sich die Berner Sennenhündin Joclynn von Kauroffs Grund von Edith Hantel aus Preußisch Ströhen.

 Die Veranstalter freuten sich, dass bei dieser überregionalen Schau so viele Hunde aus dem Altkreis Lübbecke nach Levern gekommen waren: »Besonders die Vorberichterstattung in der STEMWEDER ZEITUNG hat viele Besitzer auf unsere Ausstellung aufmerksam gemacht.«

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