Chorwochenende »Come on and sing« endet mit Abschlussgottesdienst in Levern – 90 Mitwirkende  »Bei den Proben ging es richtig zur Sache« 

Levern (WB). Mit einem fröhlichen, aber auch nachdenklichen Gottesdienst in der Stiftskirche ist am Sonntag das Chorwochenende »Come on and sing!« zu Ende gegangen.

Von Von Cornelia Müller
Begleitcombo und Chorleiter (von links): Ralf Weber (Bass), Martin Klee (Schlagzeug), Tobias Krügel, Annette Schepsmeier (Flöte, Querflöte), Thomas Quellmalz und Heinz-Hermann Grube.
Begleitcombo und Chorleiter (von links): Ralf Weber (Bass), Martin Klee (Schlagzeug), Tobias Krügel, Annette Schepsmeier (Flöte, Querflöte), Thomas Quellmalz und Heinz-Hermann Grube.

Insgesamt 90 Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten Kirchenkreis waren wieder der Einladung gefolgt, zwei Tage lang intensiv ihre Stimme zu schulen und neue Lieder kennenzulernen.

 Die Proben, die diesmal in Levern erfolgten, wurden von den Kirchenmusikern Thomas Quellmalz (Rahden), Tobias Krügel (Espelkamp) und Heinz-Hermann Grube (Lübbecke) geleitet.

 Auf dem Programm stand neben gezielter Stimmbildung das Einstudieren neuer Chorsätze und einer speziellen Gospelliturgie, die traditionelle liturgische Gesänge mit modernen Klängen und Rhythmen verbindet. Dabei wurden die Sängerinnen und Sänger von einer kleinen Combo (Ralf Weber: Bass; Annette Schepsmeier: Flöte, Querflöte; Martin Klee: Schlagzeug) unterstützt und begleitet.

 Für die Teilnehmer des Chorwochenendes war es ein ganz besonderes Erlebnis, gemeinsam im großen Chor etwas Neues zu erarbeiten und dabei auch über den Tellerrand ihres heimatlichen Kirchen- oder Gospelchors hinauszuschauen. »Die Proben waren sehr intensiv: Da ging es schon richtig zur Sache und es war viel Konzentration gefordert. Aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht und es war eine tolle Erfahrung, mitzuerleben, wie viel man in so kurzer Zeit erreichen kann«, sagte Bianca Rüter, Chormitglied aus der Kirchengemeinde Bad Holzhausen. Viel Lob gab es von ihr auch für die drei Chorleiter: »Die haben ihre Sache wirklich gut gemacht und sind unheimlich motivierend gewesen.«

 Auf ausdrücklichen Wunsch der gastgebenden Kirchengemeinde Levern bildete nicht ein Konzert, sondern ein Gottesdienst den Abschluss des Chorwochenendes. So konnte der große Chor – von Thomas Quellmalz, Tobias Krügel und Heinz-Hermann Grube abwechselnd geleitet – die Ergebnisse seiner Arbeit so aufführen, wie es der Bestimmung der Lieder und der Gospelliturgie entsprach.

 Dabei stand vor allem ein Lied im Mittelpunkt: »Amazing Grace«, das bereits vor mehr als 200 Jahren entstanden ist. In ihrer Predigt ging Pfarrerin Katrin Berger besonders auf den Verfasser dieses Liedes ein, den spätberufenen englischen Geistlichen John Newton. In seinem höchst wechselvollen Leben habe er immer wieder die Erfahrung von Gnade gemacht und das in seinem »Rettungslied« so eindrücklich festgehalten, dass »Amazing Grace« mittlerweile zur Hymne der Menschenrechte und zu einem der meistgesungenen Kirchenlieder überhaupt geworden sei.

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