Gewerbebund und Wirtschaftsförderung bieten Existenzgründern Chance Mach in Rahden ein Geschäft auf

Rahden (WB). »Start up your Business in Rahden« oder einfach auf Deutsch: »Mach in Rahden ein Geschäft auf«. Dazu haben Gewerbebund und Wirtschaftsförderung Ende November aufgerufen. Die Resonanz auf den Wettbewerb ließ aber zu wünschen übrig.

Von Elke Bösch
In diesem Ladengeschäft an der Gerichtsstraße sollen die Flächen vermietet werden. Das Haus hat einen neuen Eigentümer.
In diesem Ladengeschäft an der Gerichtsstraße sollen die Flächen vermietet werden. Das Haus hat einen neuen Eigentümer. Foto: Elke Bösch

Das bestätigten Wirtschaftsförderin Irina-Jasmin Hanke und der Vorsitzende des Gewerbebundes Martin Wlecke. »Das Feedback war gering«, bedauerte Wlecke. »Deshalb würden wir gerne noch einmal durchstarten.« Denn diese Initiative von Gewerbebund und Wirtschaftsförderung sei eine große Chance für Existenzgründer. Davon ist Wlecke weiterhin überzeugt.

Er schildert noch einmal die Inhalte dieses Projektes: »Wir wollen damit einen Anreiz bieten, für Menschen, die eine Idee für eine Existenzgründung haben und ihnen einen attraktiven Einstieg in die Selbstständigkeit bieten. Alles, was für die Teilnahme erforderlich ist, ist eine interessante Idee für eine Geschäftsgründung in der Innenstadt. Dazu sind lediglich eine formlose Projektskizze mit ausführlichen Angaben zur Branche, zur Geschäftsidee und die Kontaktdaten nötig«, betonen Wlecke und Hanke. »Diese Idee kann auch noch unausgegoren sein, wir können sie mit dem Bewerber gemeinsam weiterentwickeln«, erläutert Hanke. »Unser Ziel ist es, die Branchenvielfalt in der Innenstadt zu vergrößern, einfach das Zentrum wieder mit mehr Leben zu erfüllen.«

Erlebnisdienstleistung

Damenoberbekleidung, Spielsachen und Kinderkleidung fehlten im Zentrum, nennt Hanke Beispiele. Aber auch Dienstleistungen könnte sie sich vorstellen und damit meint sie nicht die herkömmlichen Versicherungen, sondern solche im Erlebnisbereich. Dazu gehört ein Escape-Room. Dort muss man aus einem abgeschlossenen Raum einen Ausgang finden. Oder ein Handmade-Shop. Der Hauptmieter kann dort Regale an Hobbybastler vermieten. Letztere bieten unter anderem Selbstgeschneidertes, Handarbeiten, Kerzen, Schmuck und mehr zum Verkauf an.

Nach Einsendeschluss entscheiden die Kooperationspartner gleichberechtigt, jeweils mit einer Stimme, welchen Existenzgründer sie unterstützen möchten. Auf die drei Gründer wartet nicht nur Betreuung und Beratung durch den Handelsverband, die Geldinstitute und Stadt Rahden, sondern auch beitragsfreie Mitgliedschaft für ein Jahr im Gewerbebund, Smarthome-Paket und finanzielle Unterstützung. Wer den Wettbewerb gewinnt, erhält einen Start­up-Zuschuss von 3000 Euro von der Stadtsparkasse und 3000 Euro von einem gewerbebundeigenem Verlag. Der Zweitplatzierte bekommt 2000 Euro von der Volksbank und ebenfalls 2000 Euro von dem Verlag. Für den dritten Bewerber, der die Hürde schafft, stellen die Stadtwerke Lübbecke 1500 Euro zur Verfügung, und es gibt weitere Mittel in Höhe von 1500 Euro von dem Verlag.

Attraktive leere Flächen

Und attraktive Flächen stehen ausreichend zur Verfügung: So ist inzwischen das Geschäftshaus an der Gerichtsstraße 17 (ehemals Café Creativ) verkauft. »Der neue Eigentümer sucht Mieter für Flächen von 75 bis 200 Quadratmeter und ist sehr flexibel. Er würde auch die Kosten für Umbaumaßnahmen tragen«, sagt Ulrich Persicke von Persicke-Immobilien, die das Gebäude verwalten. »Auch die Flächen in der Volksbank sind in absehbarer Zeit wieder frei und die Räumlichkeiten in den ehemaligen Salons Helms und Grimmelmann stehen leer. Hinzu kommen noch – allerdings ist der Zeitpunkt zurzeit noch nicht vorhersehbar – die Flächen in den Gebäuden am Kirchring«, berichtet Irina-Jasmin Hanke.

Wettbewerb endet

Die Bewerbungen können bis zum 1. April an den Gewerbebund (info@gewerbebund-rahden.de, Telefon 05771/91100) oder an die Stadt Rahden (i.hanke@rahden.de, Telefon 05771/7312) gerichtet werden. Martin Wlecke kündigt jedoch an, dass es die Option gibt, den Wettbewerb – wenn erforderlich – auch zu verlängern.

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