Fünf junge Freiwillige begeistern in Rahden Kinder für Sport und Bewegung Ein Gewinn für beide Seiten

Rahden (WB). Sie machen ihre Sache gut und es macht ihnen Spaß, Jüngere für Sport zu begeistern. Die jungen Freiwilligen im Stadtsportverband (SSV) sind aus dem Alltag der Schulen und Vereine nicht mehr wegzudenken.

Unterstützen im Freiwilligendienst auf der Suche nach dem richtigen Beruf zur Zeit in Rahden Schulen und Vereine: Monique Dummeyer (von links) Jana Kiparski, Alexander Nobbe, Meikel Trinke und Dominik Kapetschny.
Unterstützen im Freiwilligendienst auf der Suche nach dem richtigen Beruf zur Zeit in Rahden Schulen und Vereine: Monique Dummeyer (von links) Jana Kiparski, Alexander Nobbe, Meikel Trinke und Dominik Kapetschny. Foto: Anja Schubert

Andere unterstützen und für sich selbst eine Berufsperspektive finden – das ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Fünf Freiwillige, drei Jugendliche im Freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) und zwei im Bundesfreiwilligendienst (BFD), sind in Rahden in diesem Schuljahr aktiv

Meikel Trinke ist als FSJ-ler an der Grundschule Tonnenheide-Wehe tätig. Er bietet den Kindern Sport und arbeitet mit TuS »Eintracht« zusammen. »Die Arbeit mit den Kindern macht Spaß, doch noch schwanke ich, ob ich lieber im sozialen oder eher im Handwerk einen Beruf ausüben möchte. Das FSJ als Berufsfindungsmöglichkeit kann ich jedem nur empfehlen«, sagt Meikel.

Test für das Lehramstsstudium

Die Grundschule Rahden ist das Haupteinsatzgebiet von FSJ-lerin Monique Dummeyer. Hier leitet sie zwei Sportgruppen und sorgt bei den Mädchen und Jungen für Spaß an Breitensport und Leichtathletik. Bei der Sportabzeichenabnahme sowie bei der Begleitung des Schwimmunterrichts macht sie mit. Eng ist auch die Zusammenarbeit mit dem TuSpo Rahden. »Ich wollte testen, ob die Arbeit mit Kindern auf Dauer etwas für mich ist«, berichtet Monique. Für sie persönlich seien die Würfel für ein Lehramtsstudium jetzt eindeutig gefallen.

Gleiches gilt auch für Jana Kiparski, deren Einsatzgebiet die Grundschule Preußisch Ströhen ist. Hier organisiert sie Sportangebote in Kooperation mit dem SSV. Jana Kiparski wird in Kürze zudem an der Grundschule Varl tätig sein und dort ein Sportangebot mit Union Varl leiten. »Ein Lehramtsstudium ist genau mein Ding, das ist mir durch das FSJ bewusst geworden.«

Dominik Kapetschny, der seit September für ein halbes Jahr in Varl seinen Bundesfreiwilligendienst absolviert, ist begeistert: »Ich bin selbstständiger geworden. Die vielen neuen zwischenmenschlichen Beziehungen und sozialen Kontakte sind eine ganz besonders wertvolle Erfahrung.«

Viele Bewerber in den Startlöchern

Alexander Nobbe, der an der Sekundarschule und am Gymnasium seinen Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug absolviert, unterstützt unter anderem im Sport- und Schwimmunterricht, Fußball im TuSpo und Handball im TuS Wehe.

»Es ist toll, dass alle Kinder im offenen Ganztag teilnehmen können. Damit haben wir unser Ziel erreicht«, erklärt Stadtsportverbandsvorsitzende Tina Koehler. »Denn vielseitige Bewegungsangebote sind das, was wir den Kindern ermöglichen wollen. Mit den Freiwilligen wird die Vernetzung von Schulen, offenem Ganztag und den Vereinen noch intensiver. Dank der Bundesfreiwilligen-Stelle konnten Flüchtlingskinder gezielt an Vereine herangeführt werden.«

Bereits jetzt stehen die nächsten Bewerber um ein Freiwilligenjahr, dass im September beginnt, in den Startlöchern. »Wir haben viele Interessenten«, bestätigte die stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Birgit Hadeler. »Da wird es schwierig, eine Auswahl zu treffen.«

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