GlasMetall denkt über gemeinsamen Standort nach »Starke Position auf dem Markt«

Rahden (bös). Die GlasMetall GmbH übernimmt zum 1. März diesen Jahres – wie am Donnerstag berichtet – die Firma Siedenburger. »Besonders froh sind wir, dass wir bis auf acht alle Mitarbeiter weiterbeschäftigen können, sagte Geschäftsführer Rüdiger Wolf. »Die Übernahme stärkt unsere Marktposition auf dem deutschen Markt ganz erheblich. So entsteht jetzt in Rahden der deutschlandweit größte Spezialist für den Bau von Gartencentern«, betonen Wolf und Geschäftsführer Wilfried Meier.

Geschäftsführer Rüdiger Wolf blickt zuversichtlich in die Zukunft. Er ist froh, so viele Jobs zu erhalten.
Geschäftsführer Rüdiger Wolf blickt zuversichtlich in die Zukunft. Er ist froh, so viele Jobs zu erhalten. Foto: Florian Hemann

Das Gebäude von Siedenburger hat GlasMetall allerdings nicht gekauft. »Das wurde für zwölf Monate gemietet«, sagte Insolvenzverwalter Dr. Yorck Tilman Streitbörger aus Bielefeld. Es steht danach zum Verkauf. Wir schalten einen Berater ein, der auf den Verkauf von Unternehmen spezialisiert ist.«

Gemeinsamer Standort angedacht

Siedenburger Geschäftsführer Jens Riemer hatte bereits seit längerem über eine Erweiterung nachgedacht. Es gab jedoch Schwierigkeiten, da die Straße »Auf der Welle« im »Weg war«. Aus diesen Gründen hatte Riemer – wie kurz zuvor schon die Eisengießerei Meier-Guss – damals den Antrag bei der Stadt Rahden gestellt, die Gemeindestraße zu entwidmen, um das Gelände für die Erweiterungsmaßnahmen zu nutzen.

Derweil wird bei GlasMetall über einen gemeinsamen Standort nachgedacht. »Wir sind auf der Suche. Eine Option ist die Ansiedlung in der Erweiterung des Industriegebietes Rahden-Süd«, berichtete Rüdiger Wolf. Auch die künftige Nutzung des jetzigen GlasMetall-Werkes in Sielhorst sei Teil der Überlegungen. »Das wird sich entwickeln«, ist Wolf überzeugt.

Ein Kommentar von Elke Bösch

Diese Entwicklung ist sehr erfreulich. Kein chinesischer Investor, keine Firma aus der Ferne hat Siedenburger übernommen, sondern ein heimisches Unternehmen. Die Sielhorster Firma GlasMetall führt in Zukunft den Rahdener Traditionsbetrieb. Man kommt aus derselben Branche, kennt sich und spricht miteinander. Dass dürfte auch die 51 Mitarbeiter freuen, also den Großteil der Belegschaft, die ihre Jobs behalten. Zu oft kommen Firmen von außerhalb und rationalisieren, streichen zig Arbeitsplätze. Das wollen die Geschäftsführer von GlasMetall nicht. Und ein kleiner Nebeneffekt: Ob der künftige Eigentümer des Werks an der Straße »Auf der Welle« – falls überhaupt einer gefunden wird – wie Siedenburger nach einer Werkstraße strebt, das ist äußerst unwahrscheinlich. Und hoffentlich tut er es nicht, denn das bedeutet bestimmt Ärger. Elke Bösch

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