Rahdener Kulturverein präsentiert das Programm für das erste Halbjahr Von ganz ernst bis einfach heiter

Rahden (WB). Der Fahrplan für das erste Halbjahr steht, und auch in diesem Jahr hat der Rahdener Kulturverein »KUL-TÜR« für die Bevölkerung wieder einen vielfältigen anspruchsvollen Kulturrucksack geschnürt, der einige Schmankerl bieten hat.

Von Anja Schubert
Die Mitglieder Opernband »THE CAST« kommen aus vier unterschiedlichen Ländern – aus Neuseeland, den USA, Kanada und Deutschland.
Die Mitglieder Opernband »THE CAST« kommen aus vier unterschiedlichen Ländern – aus Neuseeland, den USA, Kanada und Deutschland.

Nach dem Neujahrskonzert mit der ungarischen Kammerphilharmonie dürfen sich Kulturliebhaber und solche, die es werden wollen, auf die 19. Auflage der beliebten »Soirée« am Freitag, 9. Februar, ab 19 Uhr im Westfalen-Hof freuen. Umrahmt wird das Dreigangmenü von »Les Troizettes – Trio wider Willen«. Die drei Musikerinnen bieten ein ungewöhnliches Klassikkonzert voller heiterer Überraschungen.

Für Schüler der 9. und 10. Klassen der Haupt- und Realschule gibt es am Dienstag, 30. Januar, das Theaterstück »ÜBERdasLEBEN – oder meine Geburtstage mit dem Führer« zu sehen. Es geht um den Alltagswiderstand uns die Gräuel der NS-Zeit. Nach Zeitzeugenberichten erzählt das Theaterspiel Witten vom Unrechtssystem. Die geschlossene Schulveranstaltung ist für die Schüler kostenfrei.

Rahdenerin singt

Am Samstag, 17. Februar, wird ab 20.05 Uhr im Bahnhof eine lokale Premiere gefeiert. Denn zum ersten Mal gibt die gebürtige Rahdenerin und in Hannover studierende Musikerin »Marie Diot« (Julia Geusch) in ihrer Heimatstadt ein Konzert. Marie Diot ist Liedermacherin, schreibt und singt Songs mit klugen, außergewöhnlichen deutschen Texten und begleitet sich dabei am Klavier und Synthesizer. »Ihre Konzerte bestehen aus verqueren, komischen Ansagen und Liedern, die charmant und direkt Geschichten von Dingen erzählen, die so im Leben passieren. Manches ist melancholisch und manches ist lustig«, heißt es in der Ankündigung. Durch ganz Deutschland führten ihre Konzerte sie bisher schon. Live wird sie vom Multiinstrumentalisten Fabian Großberg unterstützt.

Stichlinge sticheln

Am Dienstag, 6. März, kommen die »Mindener Stichlinge«. Ihr Motto: »Zurück in die Zukunft? – Oder: Früher war alles aus Holz«. In ihrem neuen Kabarettprogramm reisen die Akteure mit ihren Besuchern ab 20.05 Uhr im Bahnhof von der Steinzeit in die Neuzeit. Reichlich Steilvorlagen bieten die aktuellen Themen, die die Menschen bewegen.

Stier erzählt Geschichten

»60.000 Seemeilen Geschichten und Musik« heißt es am Freitag, 20. April, ab 20 Uhr im Steller Ulmenhof mit der »Stier Shipping Company«. »In seinem Bühnenprogramm hisst Hans-Martin Stier die Segel, legt mit den Besuchern ab und nimmt sie mit in eine Zeit, als die Seefahrt nicht immer lustig war«, schreibt der Kulturverein. Der Schauspieler und Sänger rezitiert selbst erlebtes Seemannsgarn und singt die passenden Lieder dazu. Begleitet wird Stier von seiner Band »Stier Shipping Company«.

Oper mal anders

»Oper macht Spaß« – das können die Besucher am Samstag, 26. Mai, ab 20 Uhr in der Aula des Gymnasiums mit der Opernband »THE CAST« erleben. Was passiert, wenn sechs Freunde aus vier unterschiedlichen Staaten und von drei Kontinenten, Richard Wagners Aufforderung: »Kinder, schafft Neues!« ernst nehmen? »Die jungen Vokalartisten aus Neuseeland, Kanada, USA und Deutschland präsentieren die klassische Musik heute wieder so, wie sie einmal war: aufregend, belustigend, zeitgemäß, mitreißend, ein wenig ironisch, erfrischend und vor allem: unglaublich sinnlich und entfernt einfach den steifen, formellen Rahmen, den klassische Musik normalerweise umgibt«, beschreibt »KUL-TÜR« die Gruppe.

Anne Siegel liest

Eine Lesung mit »Anne Siegel« erwartet Literaturinteressierte am Dienstag, 19. Juni, ab 19 Uhr in der Stadtbücherei. Mit dem Werk »Señora Gerta – wie eine Wiener Jüdin auf der Flucht nach Panama die Nazis austrickste« hat die Autorin ein wahres unter die Haut gehendes Abenteuer von großer Liebe, grenzenloser Unerschrockenheit und selbstlosem Heldenmut im Gepäck. Gertas Leben verspricht Ruhm und Reichtum: Als Tochter einer der bekanntesten jüdischen Familien Österreichs avanciert die Schauspielerin zum It-Girl im Wien der 1920er Jahre. Nach ihrer Heirat mit dem Profifußballer Moses Stern beschließen beide, angesichts der wachsenden antijüdischen Stimmung, Österreich zu verlassen. Doch ihr Ehemann wird verhaftet und in ein Konzentrationslager verschleppt. Durch einen unverhofft kennengelernten Komplizen wird die Flucht des Ehepaares nach Panama vorbereitet.

Karten sind ab sofort – bis auf die Soiree – bei den Vorverkaufsstellen und online unter www.kul-tuer.de erhältlich.

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