Gute Resonanz auf Treffen in Tonnenheide und Varl/Varlheide Dorfworkshops: konstruktiv, produktiv und informativ

Tonnenheide/Varl (WB). Konstruktiv, produktiv und informativ sind die ersten Dorf-Workshops gewesen. Da waren sich am Mittwoch Ortsvorsteher Christian Krüger und seine Kollegin Annette Streich einig. Und auch Wirtschaftsförderin Irina-Jasmin Hanke und Christian Benker (Verwaltung) stimmten diesem Eindruck zu.

Im Bereich der Schießhalle wünschen sich Varler und Varlheider Bürger Veränderungen.
Im Bereich der Schießhalle wünschen sich Varler und Varlheider Bürger Veränderungen. Foto: Michael Nichau

Auch mit der Beteiligung und der großen Motivation an den beiden Veranstaltungen zeigten sich die Vier zufrieden. So kamen in Tonnenheide 37 Bürger, in Varl/Varlheide waren es 35. Das Planungsbüro planinvent stellte den aktuellen Stand des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) vor.

Tonnenheide

»In Tonnenheide wünschen sich die Teilnehmer unter anderem eine Umgestaltung der Dorfmitte im Bereich Dorfplatz und ehemals Gasthaus Rosenbohm«, berichtet Christian Krüger. Kritisiert worden sei die fehlende Nahversorgung. Man habe in Tonnenheide zwar eine Bäckerei, aber möchte gern auch Lebensmittel in der Ortschaft einkaufen, sagte Benker.

Zudem sei der schnellere Breitbandausbau angeregt worden. Konkret sprachen die Besucher die Gefahrenstelle Schulbushaltestelle bei Grabenkamp an der Mindener Straße an. »Auch fehlendes Bauland sei kritisiert worden«, berichtet Krüger. »Als besonders positiv bewerteten die Teilnehmer das gute aktive Vereinsleben in ihrem Dorf. »Unsere Vereine packen an und warten nicht ab«, sagte Krüger mit Blick auf das Sportgelände.  Die neue Sportanlage hob er als vorbildlich hervor und erwähnte den Soccercourt als ein Alleinstellungsmerkmal für ganz Rahden.

»Eine ältere Dame meinte, die Jugend könne doch Senioren das Internet erklären, wie im Stemwede Life House. Das halte ich für eine gute Idee«, meinte der Ortsvorsteher. Besonders wichtig sei den Tonnenheider auch, dass Grundschule und Kindergarten erhalten werden. »Sie sind wie die Kirche in der Dorfgemeinschaft super integriert.«

Varl/Varlheide

Der Erhalt der Grundschule und deren Bedeutung für die Ortschaft wurde auch in Varl/Varlheide thematisiert.

Dort sah man Handlungsbedarf im Bereich Schule, Schießhalle Sportplatz. »Die Varler wünschen sich einen zentralen Ort, eine Art Dorfzentrum.« Das könnte sich Annette Streich zum Beispiel an der ehemaligen Stadtsparkassenfiliale vorstellen. Und das zog ein anderes Thema nach sich. »Die Bürger vermissen einfach einen Geldautomaten«, sagte Streich. Die Ortsvorsteherin stimmte zudem Bürgern zu, die sich eine Umgestaltung an der Schießhalle wünschen.

Diese könnte dann auch von weiteren Vereinen genutzt werden. Nutzen möchten zum Beispiel die Heimatfreunde das alte Gerätehaus. Weitere Themen war wie in Tonnenheide die Lebensmittelversorgung, Breitband und Bauland, »damit junge Familien bauen können«. Das aktive Vereinsleben fand positive Erwähnung.

Jetzt werden noch vier weitere Workshops in Sielhorst, Preußisch Ströhen, Rahden und Kleinendorf organisiert.

Am 20. Februar folgt die zentrale Veranstaltung für alle Ortschaften. Dort sollen die Ideen ausgetauscht werden, Projekte angestoßen und dann in Foren weiter entwickelt werden.

Ein Kommentar zu diesem Artikel von Elke Bösch

Der Anfang ist gemacht: Die Tonnenheider und Varler jeden Alters haben bei den Workshops Motivation gezeigt und möchten ihre Vorstellungen von der Zukunft ihrer Dörfer mit einbringen. Möglich gemacht hat das das IKEK, das die Beteiligung der Bürger ausdrücklich wünscht. Es es ist wirkungsvoller, die Menschen mit einzubeziehen in die politischen Entscheidungen. Rahden war da immer schon auf einem guten Weg. Ein Bürger, der mitsprechen kann, fühlt sich ernst- und dadurch eher mitgenommen als jemand, dem etwas vorgesetzt wird. Jetzt sollten gemeinsam sinnvolle Projekte umgesetzt werden – natürlich im Rahmen des finanziell Möglichen.

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