Löschgruppe Varl/Sielhorst blickt auf zahlreiche Einsätze zurück Gute Stimmung trotz Bauverzögerung

Rahden-Sielhorst/Varl(WB). Gut ist die Stimmung bei den Feuerwehrkameraden der Löschgruppe Varl/Sielhorst am Freitagabend gewesen. Und das, obwohl die Jahreshauptversammlung noch nicht wie eigentlich geplant im neuen Gerätehaus in Kleinendorf veranstaltet werden konnte.

Von Anja Schubert
Auch einige Ehrungen für 60-, 50-, 40- und 35–jährige Wehrtreue sind am Freitagabend vorgenommen worden.
Auch einige Ehrungen für 60-, 50-, 40- und 35–jährige Wehrtreue sind am Freitagabend vorgenommen worden. Foto: Anja Schubert

Denn der einzige Wermutstropfen für die Löschgruppe: Bedingt durch Bauverzögerungen soll das neue Domizil der Ende vorletzten Jahres fusionierten Löschgruppe erst im Sommer bezugsfertig sein. Ein bisschen »neue Heimatluft« wurde kurz vor dem Heiligen Fest geschnuppert, als der von Bürgermeister Bert Honsel versprochene Weihnachtsbaum bei einer kleinen Feier aufgestellt wurde (wir berichteten).

»Wir sind gut zusammengewachsen«, hatte Gruppenführer Thorsten Hodde Grund zum Strahlen und freute sich, dass auch aus der Varler Ehrenabteilung viele Kameraden den Weg zur Versammlung im Sielhorster Dorfgemeinschaftshaus gefunden hatten. Auch Sielhorsts Ortsvorsteher Wilhelm Kopmann und sein Varler Pendant Anette Streich waren ebenso wie die Wehrführung der Einladung gern gefolgt.

»2017 war ein anstrengendes, aber auch sehr erfolgreiches Jahr. Das Eintreffen des neuen LF 10 stellte einen besonderen Höhepunkt dar. Zudem erwarten wir in 2019 ein neues TLF. Das hoffentlich nicht auch noch in einer Scheune zwischengeparkt werden muss«, ließ Hodde »die problematische Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Stahlbauunternehmen, das Halle und Tore liefert«, nicht außen vor. Mit allen übrigen Arbeiten läge man im Zeitplan. Angesichts der immer maroder werdenden beiden Einzelstandorte dränge die Zeit. Erst vor zwei Wochen sei dem Heizungsmonteur im Varler Domizil durch einen technischen Defekt und ausströmendes Gas die Heizungsanlage um die Ohren geflogen«, informierte Hodde.

Einsätze

Er ging auch auf die Leistungen des Löschzuges ein. »Neben vielen Einsätzen wurden sehr viele Stunden in Lehrgänge und Übungsdienste investierte«, resümierte Hodde. Insgesamt mussten 48 Einsätze abgearbeitet werden. Das seien 16 mehr als im Vorjahr. »Hierbei kamen 740 Einsatzstunden zusammen. 23 waren unwetterbedingt. Außerdem mussten die Kameraden zu 13 Bränden, davon zwei der Kategorie groß, drei Verkehrs- und zwei Ölunfällen ausrücken sowie zweimal ›Menschen in Notlagen‹ helfen. Bei allen Einsätzen sind wir schnell ausgerückt«, sagte Hodde.

Ausbildung

In der Ausbildung verzeichnete die Löschgruppe mit 834 Stunden eine Steigerung, denn einige Kameraden absolvierten qualifizierende Basis- und Aufbaulehrgänge auf Stadt- und Kreisebene sowie am Institut der Feuerwehr (IdF) in Münster: Rafael Kolkhorst, Dennis Lützenburg und Berislav Zuparic (alle Truppmann I), Janek Bunge, Jan Sporleder und Steffen Schlüter (alle Truppmann II), Lars Schwarze und Florian Wüppenhorst (Absturzsicherung), Jan Harder, Steffen Hackemeier, Janek Bunge, Jan Sporleder und Steffen Schlüter (alle Atemschutzgeräteträger), Kai Cyron (TH-Wald), Marcel Rohlfing (Maschinist) und Jan Sporleder, Dennis Lützenburg und Rafael Kolkhorst (alle Sprechfunker). Nico Groß und Dennis Lützenburg (LKW-Führerschein). Drei Kameraden nahmen an einem Fahrersicherheitstraining teil. Zudem wurden ein Seminar Technische Einsatzleitung Kreis und ein Workshop Mitgliederwerbung am IdF in Münster besucht.

Hinzu kamen 29 Ausbildungs- und Übungsdienste, die mit 1298 Stunden zu Buche schlugen, Sonderdienste und Brandsicherheitswachen noch nicht eingerecht. »Jeder aktive Kamerad hat somit etwa 80 Stunden in die Feuerwehrarbeit investiert«, betonte Hodde. Mit 38 Aktiven, zehn Kräften in der Tagesbereitschaft und 22 Kameraden in der Ehrenabteilung sowie sieben Heranwachsenden in der Jugendfeuerwehr sei man gut aufgestellt. Zwei Austritten und einem Wechsel in den Löschzug Rahden stünden zwei Neueintritte gegenüber.

Ehrungen:

Günter Heitmann und Werner Kokemor wurden vom Verband der Feuerwehren NRW für jeweils sechs Jahrzehnte Zugehörigkeit geehrt, Wilfried Reinking für ein halbes Jahrhundert und Willi Drumann und Werner Starke für jeweils 40 Jahre Wehrtreue. Wolfgang Pahl und Wilfried Körber wurden für 35 Jährige Zugehörigkeit mit einem Präsent bedacht.

Befördert und ausgezeichnet

Rafael Kolkhorst, Dennis Lützenburg, Bastian Müller und Berislav Zuparic wurden zu Feuerwehrmännern befördert. Jan Sporleder stieg zum Oberfeuerwehrmann auf.

Am Leistungsnachweis in Hille nahmen insgesamt 14 Kameraden erfolgreich teil: Für ihre erste Teilnahme erhielten Dennis Lüzenburg und Berislav Zuparic das Leistungsabzeichen in Bronze, Jan Sporleder für die dritte Teilnahme selbiges in Silber, Alexander Thie für die fünfte Teilnahme in Gold sowie Jörg Bollmann für die 15. Teilnahme das Leistungsabzeichen »Gold auf rotem Grund«.

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