Schützen aus dem Altkreis Lübbecke diskutieren über eine Rückkehr des Kreiskönigsballs in das Rahdener Traditionshaus Tanzen Regenten bei Bohne?

Rahden (WB). »Immer wenn man diese Räume betritt, kommen Erinnerungen auf.« Es sind die Gedanken an rauschende Feste und lange Nächte, die die Schützen aus dem Altkreis Lübbecke mit dem Haus Bohne verbinden.

Von Charlotte Peitsmeier
Der Schützenkreis Lübbecke hat am Freitagabend auch langjährige, verdiente Mitglieder ausgezeichnet
Der Schützenkreis Lübbecke hat am Freitagabend auch langjährige, verdiente Mitglieder ausgezeichnet Foto: Charlotte Peitsmeier

Nun wird erstmalig konkret über eine Rückkehr des Kreiskönigsballs in das Rahdener Traditionshaus diskutiert. »Das Haus Bohne hat viele grün-weiße Schützengeschichten, die es fortzuführen gilt.« Der Vorsitzende des Schützenvereins Tonnenheide Jörg Peper sprach sich am Freitagabend stellvertretend für die Vorstände aller Vereine aus dem Stadtgebiet Rahden für eine Rückkehr des Kreiskönigsballs in seine »Urstätte« aus. Es war das Thema, das die Anwesenden wohl am meisten beschäftigte. Dabei waren Erinnerungen allgegenwärtig, denn die Jahreshauptversammlung des Schützenkreises selbst wurde auf Einladung der Rahdener Gilde im großen Saal bei Bohne veranstaltet. »Ich fühle mich ein bisschen wie früher«, gestand auch der Schützenkreisvorsitzende Karl-Heinz Bollmeier. Dennoch musste er die Erwartungen etwas bremsen: Zwar sei der Fortschritt der Renovierung des Traditionshauses beeindruckend, für die Großveranstaltung bräuchte man jedoch so viel Platz, dass auch hier ein Zelt an den Saal angebaut werden müsse – inwieweit das möglich wäre, sei noch nicht geklärt.

Er erinnerte daran, dass, als man 2009 händeringend nach einem Veranstalter gesucht hatte, die Familie Meier trotz einer anfänglich nicht geeigneten Räumlichkeit alles möglich gemacht habe, um den Ball zu organisieren. Argument der Befürworter einer Rückverlegung war, dass es in Meier’s Deele durch das angebaute Zelt eigentlich zwei getrennte Feiern geben würde. Dies sei bei Bohne nicht der Fall, wie der ­Abiball des Gymnasiums gezeigt habe.

Bollmeier sah noch keinen Sinn in einer Abstimmung, zu viele Punkte seien zu ungewiss. »Ich brauche die Sicherheit, dass hier 1200 Schützen unterkommen.« Er versprach jedoch: »Wir bleiben am Ball.«

Auch die sportlichen Perspektiven des Schützenkreises wurden thematisiert. Der Bezirksvorsitzende Burkhard Kemena nannte den Schießport eine Säule des Vereins, dessen Weiterführung nicht immer einfach sei. Umso größer sei die Bedeutung der Jugendarbeit für die Zukunft. »Hier sticht die tolle Arbeit der Talentinsel Oppenwehe hervor.«

Kreissportleiter Günter Sprado schloss sich an: »Ich möchte die Vereine aufrufen, sich um die Jugend Gedanken zu machen, damit wir wieder Zuwachs verzeichnen können. Schließlich ist es eine Ehre, im Kreiskader zu schießen.« Kreisjugendleiter Stefan Framke bestätigte die sehr guten Leistungen der Jugendlichen bei den Bezirks- und Landesmeisterschaften und führte dies unter anderem auf die Arbeit der Jugendleiter und Vorstände zurück: »Macht bitte weiter so, und eventuell noch etwas mehr.«

Einstimmig entschied die Versammlung, dass der zweite Vorsitzende Heiner Schmidt, Sportleiter Günter Sprado und die zweite Kreisdamenleiterin Heike Vogt im Amt bleiben sollen. Kassenprüfer für Fabian Katenbrink ist Peter Hucke.

Abschließend hatte Bollmeier Erfreuliches zu verkünden. Der mit 750 Euro dotierte Jugendförderpreis fließt in die Anschaffung einer Lichtpunkt-Schießanlage. »Davon werden unsere Kinder und Jugendlichen sehr profitieren.«

Auch Ehrungen wurden vorgenommen: Kölner Medaille: Roland Ramsberg (Fabbenstedt); Ehrenzeichen in Silber: Annegret Steinmeier und Heinrich Steinmeier (beide Nettelstedt); Ehrenschild des WSB: Harry Kuhn, Frank Englich (beide Espelkamp), Siegfried Oestermann (Fabbenstedt), Stefan Framke (Haldem), Peter Stockmann und Heike Vogt (beide Reiningen).

Ehrennadel des Westfälischen Schützenbundes (WSB): Friedrich Struckmeier (Oppendorf), Wilfried Watemann, Karl-Heinz Telgheder (beide Nettelstedt), Siegbert Riemer (Vehlage), Karl-Heinz Döpke (Varl), Uwe Ziegler (Levern), und Reinhard Vehlber (Kleinendorf).

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