»Schwarz, Rot, Gold« sind die Farben, die das Gebäude nach dem Umbau beherrschen Zeitplan für Rathaus-Sanierung wird eingehalten

Rahden (WB). »Schwarz, Rot, Gold«, das sind die Farben, die das Rahdener Rathaus nach dem Umbau beherrschen. »Schwarz sind die Dachziegel, Rot die Klinker des Altbaus sowie die Verkleidung des Neubaus, goldfarben das Erdgeschoss des Altbaus und die künftige Grundfarbe des Neubaus«, erläutert Manfred Cording, Mitarbeiter des Bauamtes der Stadt Rahden.

Von Michael Nichau
Der Umbau des Rahdener Rathauses (hier die Rückseite) macht gute Fortschritte.
Der Umbau des Rahdener Rathauses (hier die Rückseite) macht gute Fortschritte. Foto: Michael Nichau

»Wir sind nicht ganz so weit, wie wir sein wollten«, kommentiert er einen minimalen Zeitverzug von knapp einer Woche. Die Estrichleger hätten den kompletten Anbau noch vor Weihnachten fertigstellen sollen. »Dann hätte alles gut durchtrocknen können«, meinte Bauingenieur Cording.

Dennoch werde der vorgesehene Zeitplan eingehalten: Als nächster Schritt werde der Innenausbau des Sitzungssaales und der Büros im zweiten Stock (Bürgermeister und Wirtschaftsförderin) erfolgen. Ins Erdgeschoss des jetzt erneuerten Anbaus aus den Jahren 1955 und 1994 (Erweiterung des Sitzungssaales) zieht dann das derzeit ausgelagerte Amt für Ordnung und Soziales mit dessen Leiter Uwe Trentelmann ein.

Ämter finden Platz

Eine Etage höher ist Platz für das Bauamt und seine Mitarbeiter rund um Amtsleiter Dieter Drunagel. Diese Abteilung befindet sich derzeit noch im ersten Stock des Altbaus.

Ist dieser Umzug vollzogen, können auch Ex-Bauamtsräume renoviert und saniert werden. »Das ist dringend nötig«, erläutert Cording und zeigt die teilweise über Putz liegenden Stromleitungen sowie die hohen Zimmerdecken. »Hier war vorher eine Wohnung für den Bürgermeister. Ich glaube, der Amtsdirektor Suderow hat noch hier als letzter Beamter gewohnt«, meint Cording. Neue Türen, abgehängte Decken – ganz nach dem Muster der Büros im Erdgeschoss – werden dort entstehen und Platz für die neu geschaffenen Arbeitsplätze rund um den Bereich Soziales und Asyl finden.

Barreierefreier Zugang

Mit der Schaffung eines zentralen Mittelbaus haben die Planer einen Lösung für die bisher unzureichenden Sanitäranlagen gefunden. Zentral ums Treppenhaus und den Fahrstuhl befinden sich dann auf allen Etagen Besuchertoiletten.

»Barrierefrei sind dann von dort aus alle Fachämter zu erreichen. Wir haben auch eine Lösung für die unterschiedlichen Geschosshöhen von Alt- und Neubau gefunden«, zeigt Cording stolz die neuer Errungenschaften.

Dazu zählen aber vor allem der Sitzungssaal und ein Besprechungszimmer für die Fraktionen. Lichtdurchflutet mit bodentiefen Fenstern bietet der Saal nicht nur den Parlamentariern, sondern auch etwa 40 Besuchern ausreichend Platz. 175 statt bisher 95 Quadratmeter stehen dann zur Verfügung.

Eine Leinwand wird es nicht mehr geben. Die Rats- und Ausschussmitglieder sollen die Präsentationen über Bildschirme verfolgen. Die Besucher können sich auf großen Wandbildschirmen informieren. Eine Lautsprecheranlage sorgt für die richtige Akustik.

Kein Prunkbau

»Alles kein Prunkbau«, betont Manfred Cording. Aber man habe Lösungen für die bisherigen Unzulänglichkeiten gefunden. 2,69 Millionen Euro betragen die Baukosten. Davon seien bisher Arbeiten in Höhe von 2,4 Millionen Euro vergeben worden. 951.000 Euro Zuschuss erhält die Stadt über die Innenstadtförderung.

»Letzter Abschnitt soll die Umgestaltung der Außenanlagen sein: Die Garagen werden abgerissen. Damit fällt der Hinterhofcharakter des Parkplatzes weg. Von der Rückseite ist der Mittelbau des Rathauses dann über einen weiteren Eingang barrierefrei zu erreichen. Vom Parkplatz aus kann zu Fuß auch die Stadtkasse erreicht werden«, erläutert Cording eine weitere wichtige Neuerung für die Besucher.

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