Elektrotechnik Hilker verärgert über Telekom Firma seit 10. Februar vom Netz

Rahden (WB). Nachdem das WESTFALEN-BLATT am Samstag berichtet hat,  dass bei der Familie Telkemeyer aus Sielhorst seit sieben Wochen weder Festnetz noch Internet funktioniert, hat sich ein weiterer Betroffener gemeldet.

Von Elke Bösch
Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Andre Hilker berichtete, dass die Firma Elektrotechnik Hilker seit dem 10. Februar mit großen Problemen kämpft: »Im Unternehmen gibt es seit diesem Tag weder Festnetz noch Internet. Auch bei uns trat die Störung nach der Umstellung auf VDSL auf. Die Firma ist und war Kunde der Telekom.«

Das sei für eine Firma absolut nicht tragbar. »Wir müssen arbeiten, brauchen Telefon und Internet. Und da die Telekom noch nicht einmal einen Termin für die Beseitigung der Störung nennen konnte, entwickelte Hilker Plan B: »Wir haben uns von einem Nachbarbetrieb WLAN geholt und alle Anrufe, die auf dem Festnetz ankommen, auf unsere Handys umgeleitet.«

Chef des T-Punktes nicht zu erreichen

Doch für Hilker ist dies kein Zustand: »Wir erwarten, dass die Telekom die Störung zeitnah beseitigt. Doch selbst ich als Geschäftskunde erreiche nichts. Stundenlange Telefonate führten zu keinem Ergebnis. Es heißt immer nur: ›Das ist ein Softwarefehler, ein Leitungsproblem, das wir abarbeiten‹.«

Andre Hilker ist natürlich sauer, besonders weil auch der Chef des T-Punktes in Porta Westfalica bei Problemen nicht zu erreichen sei. »Und wir sind in Rahden nicht die einzigen, die nicht mehr am Netz sind.«

Stadt ständig im Gespräch

Rahdens Bauamtsleiter Dieter Drunagel kennt die Problematik. »Die Stadt ist ständig mit der Telekom im Gespräch. Der letzte Termin war am 21. März im Rathaus und gerade eben habe ich wieder mit einem Telekom-Mitarbeiter telefoniert. Die Stadt kann die Problematik nicht selbst lösen, leider. Das kann nur die Telekom, da es sich um ihre Software und Leitungsprobleme handelt.«

Drunagel bestätigte auch, dass in den Industriegebieten Süd, Ost und Preußisch Ströhen das schnelle VDSL nicht verfügbar sei. »Aber auch bei diesem Thema ist die Stadt am Ball und fährt sogar zweigleisig. Zum einen warten wir auf die Ergebnisse des Masterplans ›Breitband‹ des Kreises. Diese sind erforderlich, um die verschiedenen Förderungtöpfe zu erschließen. Unabhängig davon stehen wir in Kontakt mit den Telekom-Vertretern, um den Ausbau in den Gewerbegebieten voran zu treiben. Das hat für uns höchste Priorität. Die Telekom hat bereits intern Aufträge vergeben, die Daten für eine Ausweitung auf diese Bereiche zu ermitteln«, betont Drunagel.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.