Sielhorster Familie verärgert – Telekom sucht seit sieben Wochen nach dem Fehler Kein Festnetz und kein Internet

Rahden (WB). Das schnelle VDSL hat die Familie Telkemeyer aus Sielhorst bei der Telekom gebucht und freute sich auf Verbesserungen. Inzwischen ist die Freude dem Frust gewichen. Denn seit mehr als sieben Wochen ist es vorbei mit dem Surfen.

Von Elke Bösch
»Ich stehe (hier) für schnelles Internet«, steht auf dem Kasten in Sielhors. Die Telkemeyers wären froh, wenn sie überhaupt Internet hätten.
»Ich stehe (hier) für schnelles Internet«, steht auf dem Kasten in Sielhors. Die Telkemeyers wären froh, wenn sie überhaupt Internet hätten.

Das Internet ist aus und auch das Festnetz funktioniert nicht mehr. Erika Telkemeyer spricht aus, was die ganze Familie denkt: »Wir sind alle stinksauer auf die Telekom, denn bislang konnte der Fehler nicht behoben werden, nicht mal entdeckt haben die Techniker den Grund für den Totalausfall.« Begonnen hatte alles eigentlich gut. Denn die Telkemeyers orderten am 15. Januar VDSL, erhofften sich dadurch schnelleres Internet. Und anfangs klappte es. Doch dann kam der 11. Februar. »Plötzlich lief nichts mehr. Weder Internet noch Festnetz funktionierten«, berichtet Erika Telkemeyer.

Was also tun? Hilfe suchen bei der Telekom. Und dass taten die Telkemeyers auch. »Wir haben natürlich erwartet, dass der Fehler schnell behoben wird. Doch inzwischen sind sieben Wochen vergangen und nichts hat sich bewegt. Wir haben immer wieder bei der Service-Hotline angerufen und immer wieder andere Gründe für den Ausfall gehört. Bei der Telekom weiß die eine Hand nicht, was die andere tut«, ärgert sich die Sielhorsterin. Inzwischen ist es mit ihrer Geduld vorbei. Sogar eine Technikerin schickte die Telekom zu den Telkemeyers und die befand: »Ich weiß nicht, was ich hier soll. Sie haben doch gar keinen Anschluss mehr.« Auch dieser Besuch liegt jetzt schon Wochen zurück. Und die Telkemeyers telefonieren, nehmen die langen Wartezeiten in Kauf, aber wollen jetzt endlich wieder das Internet nutzen und auch Telefonieren.

»Hier ist alles schief gelaufen, was schief laufen konnte«

Auch ein Anruf der Redaktion im Servicecenter der Telekomin Leipzig brachte keine neuen Erkenntnisse. Der nette Mitarbeiter gab nach einer Rückfrage bei seinem Disponenten zu: »Hier ist alles schief gelaufen, was schief laufen konnte. Keiner hat eine Idee, wo der Fehler liegt. Der Kollege ist so ratlos wie ich. Es gibt Probleme, die kann man nicht schnell lösen.« Na, das dürfte die Telkemeyers nicht glücklich stimmen. Vielleicht aber eine Mitteilung der Telekom, die erfolgte nachdem die RAHDENER ZEITUNG der Pressestelle der Telekom diesen Fall geschildert hatte. Denn jetzt soll zum 7. April ein neuer Anschluss geschaltet werden und zwar solange bis der Fehler gefunden ist. Danach gibt es die alte Rufnummer zurück.

Die Pressestelle schickte auch dieser Zeitung eine Stellungnahme. Darin teilt mit: »Bei der Auftragsannahme- und -bearbeitung sind einzelne Abläufe nicht exakt entlang unseren internen Regelungen umgesetzt worden. Dadurch ist es zu Verzögerungen und notwendigen Nachjustierungen bei der Umsetzung des Auftrages gekommen. Wir stehen mit dem Kunden in Verbindung und haben mit ihm abgesprochen, zunächst ersatzweise – voraussichtlich ab Donnerstag kommender Woche - neue Rufnummern zu schalten. Mit Abschluss aller Arbeiten sollen dann die vorgesehenen in Betrieb genommen werden. Für die entstandenen Unannehmlichkeiten haben wir uns mit dem Kunden auf Erstattung von Grundentgelten sowie Kosten für Optionsleistungen geeinigt«, schreibt Pressesprecher Andreas Leigers.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.